![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse VerklappungEnzyklopädieartikel
Verklappung, Abfallbeseitigung in Form einer Einbringung und Einleitung von festen und flüssigen Abfallstoffen in Gewässer, vor allem in das Meer. Verklappt werden z. B. die zahlreichen, bei chemischen Prozessen anfallenden Abfallsäuren, wie etwa Dünnsäure aus der Produktion von Titandioxid, oder Schlämme, die u. a. in Kläranlagen oder bei der Produktion von Aluminium entstehen. Die Verklappung geschieht von speziell für diesen Vorgang ausgestatteten Schiffen aus. Diese Schiffe sind während der Verklappung ständig in Bewegung, um zu starke lokale Konzentrationen von Schadstoffen im Wasser zu verhindern. Der Eintrag der Abfallstoffe erfolgt zumeist durch Öffnen der Klappen oder Ventile der Abfallbehälter. Da durch die Verklappung das ökologische Gleichgewicht im Meer gestört wird und durch die aus der Verklappung resultierende Meeresverschmutzung viele Tier- und Pflanzenarten geschädigt werden, ist dieser Vorgang seit langer Zeit umstritten. Seit den internationalen Abkommen von Oslo und London (1972) ist die Verklappung sowie das Verbrennen von Abfallstoffen auf See in Deutschland und vielen anderen Staaten erlaubnispflichtig. Erlaubt ist in der Regel noch die Verklappung von Sediment, das aus Häfen und Fahrrinnen ausgebaggert wird. Die Dünnsäureverklappung in die Nordsee wurde erst 1989 vollständig eingestellt.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |