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Versumpfung

Enzyklopädieartikel

Versumpfung, lang anhaltende, großflächige Vernässung des Bodens, die ursprünglich relativ trockene Biotope in Bruchwälder, Moore, Nasswiesen und Sumpfländer verwandelt.

Der Prozess der Versumpfung ist in allen humiden Regionen der Erde zu beobachten, in denen die Niederschläge die Verdunstung übersteigen. Sie kann entweder durch natürliche Prozesse oder durch Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt ausgelöst und beschleunigt werden. Zu den häufigsten Ursachen gehören Wasser stauende Schichten im Untergrund, die das Regen- oder Schmelzwasser nicht versickern lassen. Wasser stauend ist auch der Dauerfrostboden. Das Schmelzwasser der während der warmen Jahreszeit auftauenden oberen Schicht kann wegen der Gefrornis tieferer Bodenhorizonte nicht versickern.

Einen ähnlichen Effekt wie Stauwasser hat hoch stehendes Grundwasser. Es ist allerdings in der Regel nährstoffreicher und sauerstoffhaltiger als Stauwasser und bringt daher durch Versumpfung artenreichere und produktivere Pflanzengemeinschaften hervor.

Wegen der globalen Erwärmung ist zu befürchten, dass sich riesige, heute noch mit Tundren und borealen Nadelwäldern bedeckte Regionen in den Polargebieten in Sumpfländer verwandeln werden.

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