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Videokunst

Enzyklopädieartikel

Videokunst, Gattung der modernen Kunst, die sich etwa seit 1960 entwickelt hat. Inhaltlich ging die Videokunst aus der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Medium Fernsehen im Umkreis insbesondere der Fluxus-Bewegung hervor; zu den Wegbereitern gehörten vor allem Nam Yune Paik und Wolf Vostell. Mit der Erfindung und Markteinführung des Videorecorders um 1965 bot sich für Künstler die Möglichkeit, eigene Filme aufzunehmen und zu bearbeiten. Die Videotechnik war im Vergleich zum Film billiger, schneller und technisch einfacher zu handhaben, sie drängte daher den Experimentalfilm mehr und mehr in den Hintergrund und hat sich zu einer Kunstgattung mit sehr vielfältigen Ansätzen und Darstellungsmöglichkeiten entwickelt. Zu den wichtigsten Videokünstlern gehören beispielsweise Bruce Nauman, Ulrike Rosenbach, das Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss (Der Lauf der Dinge, 1987) und Pipilotti Rist. Seit den achtziger Jahren werden in der Videokunst auch mehrere Monitore zu Skulpturen (Videoskulptur) oder zu Rauminstallationen (Videoinstallation) kombiniert, so von Nam Yune Paik oder Marie-Jo Lafontaine; Künstler wie z. B. Bill Viola arbeiten mit raumbezogenen Videoprojektionen auf Leinwände. In der Aktionskunst wird die Videotechnik häufig als Möglichkeit zur Dokumentation genutzt.

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