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Windows Live® Suchergebnisse VollbeschäftigungEnzyklopädieartikel
Vollbeschäftigung, volkswirtschaftlicher Zustand, in dem jeder Arbeit Suchende eine Beschäftigung findet. Der Grad der Vollbeschäftigung wird als Prozentanteil der im Inland Beschäftigten an der Anzahl der Erwerbspersonen gemessen. Bei einem Beschäftigungsgrad von hundert Prozent spricht man von absoluter Vollbeschäftigung. Aber auch ein aufgrund der Unvollkommenheit des Arbeitsmarktes geringfügig darunter liegender Beschäftigungsgrad kann als Vollbeschäftigung gelten. Die dann noch Arbeit suchenden Menschen bezeichnet man als „Vollbeschäftigungsarbeitslose”. Vollbeschäftigung ist nach dem Wirtschaftswissenschaftler Alban William Phillips unvereinbar mit einem stabilen Preisniveau. Sie steht in einer Volkswirtschaft zusätzlich mit den Faktoren Zahlungsbilanzgleichgewicht und angemessenem Wirtschaftswachstum in gegenseitiger Konkurrenz. Dieser Effekt wird als „magisches Viereck” bezeichnet – ohne den Faktor Wirtschaftswachstum auch als „magisches Dreieck”. In der Bundesrepublik Deutschland führte das hohe Wirtschaftswachstum mit einer starken Zunahme des produzierenden Sektors von Ende der fünfziger Jahre an zur Vollbeschäftigung. In den sechziger Jahren wurde daher Arbeitskraft knapp und teuer, was auf der einen Seite zu einer Intensivierung der Produktion, auf der anderen Seite zur Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer führte. Mit einer Reihe von Ölpreiserhöhungen, der beginnenden Sättigung des Konsumgütermarktes und einer Steigerung des allgemeinen Lohnniveaus, der Anhebung von Sozialabgaben und Steuern über den Produktivitätszuwachs entwickelte sich die Bundesrepublik seit etwa 1973 zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Die stetig steigende Bruttowertschöpfung des tertiären Sektors (Dienstleistung) überholte die des sekundären Sektors (Industrieproduktion). Diese Entwicklung führte von der Vollbeschäftigung weg zu einer stetig steigenden Massenarbeitslosigkeit.
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