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Wedda

Enzyklopädieartikel

Wedda, auch Vedda, wahrscheinlich von dem Sanskrit-Wort vyadha („Jäger”) abgeleitete Bezeichnung für die ursprünglich einheimische Bevölkerung Sri Lankas. Die Wedda, die zu der ältesten Bevölkerungsschicht des Indischen Subkontinents zählen, wurden von den Singhalesen und Tamilen in ein im Nordosten der Insel gelegenes Randgebiet abgedrängt.

Die traditionellen wirtschaftlichen Grundlagen der Wedda bildeten die Jagd und das Sammeln von beispielsweise Wildhonig. Heute nimmt der Brandrodungsfeldbau eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Wedda ein, der jedoch weiterhin von der Jagd und dem Sammeln ergänzt wird. Wichtigste Anbaufrüchte sind Mais und Bohnen.

Um die Ressourcen ihres Siedlungsgebiets optimal ausnutzen zu können, wanderten die Familiengruppen entsprechend der jahreszeitlich bedingten klimatischen Veränderungen innerhalb definierter Territorien; Feldbau treibende Gruppen kehrten aufgrund der durch die Brandrodung bedingten, erforderlichen langen Brachezeiten nach einem etwa 12 bis 15 Jahre dauernden Zyklus wieder an ihre alten Siedlungsplätze zurück. Die traditionelle soziopolitische Organisation der Wedda basiert auf endogamen, matrilinearen Clans, wobei bevorzugt Kreuzkusinenheiraten geschlossen werden. Sozioökonomische Einheiten bilden die aus mehreren Familien gebildeten Lokalgruppen; dabei nimmt der Gruppen- oder Dorfälteste nicht nur im sozialen, sondern auch im rituellen Bereich eine Führungsrolle ein. Die traditionelle Religion der Wedda ist geprägt durch die Ahnenverehrung sowie vom Glauben an Urwaldgeister. Besondere Verehrung kommt der Schlange zu.

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