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  • Weichmacher – Wikipedia

    Weichmacher, oder besser gesagt Weichmachungsmittel, sind Stoffe, die spröden Harzen (Duroplaste) und Plasten (Thermoplaste) zugesetzt werden, um diese geschmeidiger und ...

  • Weichmacher

    Weichmacher: Als Weichmacher werden Stoffe bezeichnet, die zu einem Material gegeben werden um dessen Dehnbarkeit, Weichheit und Biegsamkeit für Verarbeitung und Gebrauch zu ...

  • BASF Weichmacher

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Weichmacher

Enzyklopädieartikel

Weichmacher, chemische Substanzen, die Kunststoffen zur Verringerung ihrer Härte zugefügt werden.

In vielen Fällen sind reine Kunststoffe (siehe Polymere) für die Verarbeitung und Anwendung zu spröde. Daher fügt man ihnen zum Teil erhebliche Mengen von Weichmachern zu, die (im Idealfall) das Polymer chemisch nicht verändern, aber die physikalischen Parameter wie Härte, Dehnbarkeit oder Elastizität verbessern. Die Wirkung der Weichmacher beruht darauf, dass sie die regelmäßige Anordnung der Polymerketten unterbrechen. Dadurch werden die bindenden Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Ketten abgeschwächt, was sich auf die Härte des Kunststoffs auswirkt. Von innerer Weichmachung spricht man, wenn die Polymerkette selbst verändert wird, indem beispielsweise raumerfüllende Seitenketten in das Polymerrückgrat eingeführt werden. Äußere Weichmachung erreicht man durch nachträgliches Hinzufügen eines meist niedermolekularen Stoffes zum Polymer. Hierbei werden häufig Phthalsäureester verwendet, die durch ihre polaren Eigenschaften an die ebenfalls polare Polymerkette (wie im PVC) binden und somit den Kunststoff förmlich zum Quellen bringen.

Weichmacher kommen in Produkten wie Fußbodenbelägen und in Überzügen von Elektrokabeln sowie in Spielzeug oder auch in Druckfarben zum Einsatz. Da die Weichmacher zur äußeren Weichmachung im Polymer beweglich sind und aus dem Material austreten können, ist ihre Verwendung in einigen Produkten problematisch; Phthalsäureester, wie etwa Diethylhexylphthalat (DEHP) oder Dibutylphthalat (DBP), können im lebenden Organismus den Hormonhaushalt beeinträchtigen. Daher ist in der Europäischen Union (EU) die Verwendung einiger Phthalate (u. a. DEHP, DBP) in bestimmten Spielzeugen wie Beißringen oder Puppen verboten. Erlaubt ist allerdings die Nutzung von DBP als Hilfsstoff in magensaftresistenten Überzügen bestimmter Medikamente (z. B. Dragees).

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