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Windows Live® Suchergebnisse Würzburger ResidenzEnzyklopädieartikel
Würzburger Residenz, barocke Schlossanlage in Würzburg, die als Höhepunkt barocker Schlossbaukunst in Deutschland gilt; ehemaliger Sitz der Würzburger Fürstbischöfe. Die Würzburger Residenz wurde im Auftrag von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn in den Jahren 1720 bis 1744 unter der Leitung Balthasar Neumanns erbaut; an der Gestaltung waren u. a. Johann Dientzenhofer, Johann Lucas von Hildebrandt und Maximilian von Welsch beteiligt. 1750 wurde Giovanni Battista Tiepolo nach Würzburg berufen, der zunächst die Fresken im Gewölbe des Kaisersaales malte und dann 1752/53 das große Deckenfresko im Treppenhaus schuf. Es stellt die vier Erdteile dar und im Himmel darüber Apoll, der dabei ist, seinen Sonnenwagen zu besteigen: ein mythologisches Bild des Sonnenaufgangs über der Welt. Diese Gemälde zählen zu Tiepolos Hauptwerken. Antonio Bossi war in den drei Prachtsälen, im Kaisersaal, im Weißen Saal und im Gartensaal als Stuckateur tätig. Die Hofkirche im Südflügel der Anlage gilt mit ihrer bewegten Raumstruktur und der Synthese von Malerei, Skulptur und Stuck als einer der vollendetsten Kirchenräume des deutschen Barock. Nach schweren Zerstörungen im 2. Weltkrieg, von denen die Fresken Tiepolos verschont blieben, wurde die Residenz weitgehend nach historischen Plänen rekonstruiert. Heute ist auch das Martin-von-Wagner-Museum mit einer bedeutenden Sammlung antiker Vasen in den Schlossräumen untergebracht. 1981 wurde die Würzburger Residenz mit ihrem Barockgarten in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.
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