![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Ebola-InfektionEnzyklopädieartikel
Ebola-Infektion, Ebola-Fieber, durch das Ebola-Virus ausgelöstes hämorrhagisches Fieber. Das Ebola-Fieber trat epidemisch erstmals 1976 in den äquatorialen Regionen des südlichen Sudan sowie in den angrenzenden Gebieten Zaires auf; bis 2003 starben in Afrika bei mehreren Epidemien etwa 1 000 Menschen. Die Infektion wird offenbar von Säugetieren wie Affen, Antilopen und Nagetieren auf den Menschen übertragen; mehrere Epidemien begannen, nachdem Menschen infiziertes Affenfleisch verzehrt hatten. Bei einer 2003 in der Republik Kongo ausgebrochenen Epidemie, an der über 100 Infizierte starben, hatten sich Menschen wahrscheinlich durch den Verzehr von Gorillafleisch angesteckt. Von 2002 bis 2004 wurden in diesem Land mindestens 5 000 Tieflandgorillas Opfer der Seuche. In manchen Regionen der Republik Kongo und Gabuns starben außer Gorillas bis zu 90 Prozent der Schimpansen an Ebola; insgesamt verendeten möglicherweise Zehntausende Menschenaffen. Die Infektion zwischen Menschen erfolgt u. a. über den Austausch von Körperflüssigkeiten. Die Symptome des Ebola-Fiebers beginnen 7 bis 14 Tage nach der Infektion. Neben Fieber, Durchfall und starken Brustschmerzen kommt es zu schweren Gerinnungsstörungen, die sich vor allem als Nasenbluten, Bluthusten, blutiger Durchfall und Blut im Urin äußern. 50 bis 90 Prozent der Patienten sterben durch innere Blutungen. Die Rekonvaleszenz der Überlebenden ist ein langwieriger Prozess. Ein Glykoprotein der Virushülle schädigt Endothelzellen der Innenwand von Blutgefäßen, die dadurch undicht werden (Nature Medicine, 2000). Es gibt keine spezifische Therapie für diese Krankheit. Eine Immunisierung gegen das Virus erfordert mehrere Impfungen, wobei es erst nach einem halben Jahr zur vollständigen Immunität kommt. US-amerikanische Forscher erprobten jedoch an Affen ein neues Impfverfahren, das bereits nach 28 Tagen weitgehende Immunität verleiht (Nature, 2003). Ebola- und Marburg-Viren binden an Proteine der Zellmembran, die als Folsäurerezeptoren dienen (Cell, 2001). Gentechnisch erzeugte Zellen ohne Folsäurerezeptoren waren ebenso gegen eine Infektion gewappnet wie normale Zellen bei hoher Folsäurekonzentration (weil die Rezeptoren im letzteren Fall durch Folsäuremoleküle blockiert waren).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |