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Windows Live® Suchergebnisse Allgemeiner Deutscher GewerkschaftsbundEnzyklopädieartikel
Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund (ADGB), SPD-nahe Gewerkschaftsorganisation, die während der Weimarer Republik tätig war. Der ADGB entstand 1919 aus der bis dahin bestehenden Generalkommission der so genannten freien, d. h. sozialdemokratisch orientierten Gewerkschaften. Hinsichtlich revolutionärer Aktivitäten von der Novemberrevolution bis zum so genannten Roten Oktober 1923 ging der ADGB auf Distanz. Es wurden zahlreiche gewerkschaftseigene Unternehmen im Bau- und Bankwesen gegründet und die Bildungsarbeit verstärkt. Gegenüber den Arbeitgebern verfolgte der ADGB einen Kurs der Verständigung und Mitbestimmung; der Klassenkampf wurde verworfen, die KPD sowie die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO) wurden als Gegner betrachtet. Der ADGB rief zur Wahl der SPD auf, konnte aber auch seine Unabhängigkeit gegenüber der Partei wahren. 1932 waren rund 44 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder arbeitslos. Vorsitzender des ADGB war von 1921 bis 1933 Theodor Leipart. Unter seiner Führung wies der ADGB nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Aufrufe der KPD zu Generalstreik und Widerstand zurück. Vielmehr setzte Leipart auf einen Kurs der Anpassung: Er bot die Distanzierung von der SPD an; die Gewerkschaften nahmen ferner am „Feiertag der nationalen Arbeit” teil, den die NS-Regierung eingerichtet hatte. Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften dennoch zerschlagen und durch die Deutsche Arbeitsfront ersetzt. Nach 1945 übernahm der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Rolle des ADGB als gewerkschaftliche Dachorganisation.
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