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Windows Live® Suchergebnisse Bayerische VolksparteiEnzyklopädieartikel
Bayerische Volkspartei (BVP), bayerische Regionalpartei zur Zeit der Weimarer Republik. Im November 1918 aus der Abspaltung des Landesverbandes der katholischen Zentrumspartei entstanden, vertrat sie als Partei einer vorwiegend bäuerlichen und klerikalen Klientel betont rechtskonservative, antisozialistische, legitimistisch-restaurative Positionen unter Hervorhebung der bayerischen Sonderinteressen. Sie forderte u. a. eine Korrektur der Weimarer Verfassung nach dem Vorbild des Bismarck’schen Verfassungsmodells. Aus Protest gegen die Finanzreform des Reichsfinanzministers Erzberger, die eine Stärkung der Reichszentralgewalt bedeutete, kündigte die BVP 1920 ihre Fraktionsgemeinschaft mit dem Zentrum auf und profilierte sich fürderhin vor allem in kritischer Opposition gegen die Mutterpartei. Die BVP war von 1920 bis 1933 in Bayern stärkste Partei und stellte dort von 1924 bis 1933 den Ministerpräsidenten. Auf Reichsebene war sie 1922/23 und von 1925 bis 1932 trotz geringer Mandatszahlen an Regierungskoalitionen beteiligt. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung stimmte sie im März 1933 dem Ermächtigungsgesetz Adolf Hitlers zu; im Juli 1933 wurde die BVP im Zuge der Gleichschaltung zur Selbstauflösung gezwungen. Programmatisch und personell fand die Partei 1945 – in unterschiedlicher Gewichtung – in der CSU und der Bayernpartei ihre Fortsetzung; so stellte die CSU z. B. mit Fritz Schäffer, von 1929 bis 1933 Vorsitzender der BVP, von 1949 bis 1961 einen von mehreren Bundesministern in der Regierung Adenauer.
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