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  • Ricardo Bofill - Taller de Aquitectura

    Equipo internacional con proyectos construidos en Europa, Africa, Japón y Estados Unidos.

  • Ricardo Bofill

    Ricardo Bofill nació en Barcelona en 1939. Estudió en la Escuela de Arquitectura de Barcelona y posteriormente en la Universidad de Ginebra.

  • Ricardo Bofill – Wikipedia

    Ricardo Bofill (* 5. Dezember 1939 in Barcelona) ist ein spanischer Architekt der Postmoderne. Ricardo Bofill begann sein Architekturstudium in Barcelona, bevor er an die Ecole d ...

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Ricardo Bofill

Enzyklopädieartikel

Ricardo Bofill, eigentlich Ricardo Bofill Levi, (*1939), spanischer Architekt. Er gilt als einer der Hauptvertreter der Postmoderne innerhalb der spanischen Architektur.

Ricardo Bofill wurde am 5. Dezember 1939 als Sohn eines Architekten in Barcelona geboren, wo er an der Technischen Hochschule studierte; später wechselte er an die Universität Genf. Nach kurzzeitiger Mitarbeit im Büro seines Vaters gründete er 1962 die Architekturwerkstatt Taller de Arquitectura in Barcelona, 1971 eine Dependance in Paris, um interdisziplinär arbeiten zu können: Unter Einbeziehung von Umwelt- und Designfragen suchten die Werkstätten Alternativen zur modernistischen Stadtarchitektur. Beispiele für diesen größere Komplexität und Formenvielfalt anstrebenden Baugedanken sind u. a. die Wohnkomplexe Rubiol (1960-1962) in Barcelona und Barrio Gaudí (1964-1968) in Reus. Es folgten zahlreiche andere Wohnbauprojekte in Spanien.

In den siebziger Jahren bekamen Bofills Entwürfe zunehmend utopischen Charakter. In Walden Seven (1970-1975), einer Anlage von 400 Wohnungen in Sant Just Devern bei Barcelona, gelangen dem Architekten variable Räume, die ein Changieren zwischen Öffentlichkeit und Privatheit gestatten. Überdies zeigt sich in dem festungsartigen Charakter des Komplexes Bofills Neigung zu monumentalen Architekturlösungen. Der Entwurf für Les Halles in Paris (1974/75) zeigt eines der frühen Beispiele einer klassizistischer Auffassung in der postmodernen Architektur und löste heftige Kontroversen aus. Auch Bofills spätere Arbeiten wie das Institut für Leibeserziehung (1991) in Barcelona und das 50 Stockwerke hohe Bürogebäude 77 West Wacker Drive (1992) in Chicago vereinen einen postmodernen Klassizismus mit einem Sinn für Kolossalität, auch wenn sich deutlichere funktionale Momente bemerkbar machen. Es folgten u. a. Le Capitole (1996) in Montpellier, das Twin Center (1998) in Casablanca, Crystal Carlin (2001) in Prag und das Terminal 2 des internationalen Flughafens El Prat (2006) in Barcelona.

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