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Windows Live® Suchergebnisse BruchtektonikEnzyklopädieartikel
Bruchtektonik, Strukturen der Erdkruste, hervorgerufen durch Deformationen, die den Gesteinsverband brechen lassen. Die Bruchtektonik ist das Gegenstück zur Faltentektonik, bei der die Gesteine verbogen (verfaltet) werden. Bruchtektonik ist eine diskontinuierliche Verformung der Gesteine, während Faltentektonik eine plastische oder kontinuierliche Verformung darstellt. Diese beiden häufigsten Deformationstypen können gemeinsam auftreten. Strukturelemente der Bruchtektonik sind vor allem Verwerfungen und Störungen, nach der Richtung der Verschiebung unterscheidet man Auf- und Abschiebungen sowie Seitenverschiebungen, ferner Überschiebungen. Bei diesen Deformationen werden die benachbarten Krustenteile relativ zueinander bewegt. Bei Elementen wie Schieferflächen (siehe Schieferung), Klüften, Fugen oder Spalten bleibt die relative Lage zueinander mehr oder weniger unverändert. Aus mehreren Elementen zusammengesetzte bruchtektonische Formen sind Lineamente, Störungszonen, Staffelbrüche, Horste und Gräben. Eine berühmte Störungszone ist die San-Andreas-Störung in Kalifornien, ein bekannter Graben in Deutschland ist der Oberrheingraben. Ob ein Krustenteil auf Druck (Kompression), Zug (Dehnung) oder Scherung mit „Biegen oder Brechen” reagiert, hängt in erster Linie von seiner Sprödigkeit ab, daneben von seiner Tiefenlage innerhalb der Erdkruste und von der Geschwindigkeit der Deformation. Aktive Bruchtektonik ist meist mit Erdbeben verbunden, unter Umständen auch mit Vulkanismus.
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