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Chicago (Musik)

Enzyklopädieartikel

Chicago (Musik), 1966 in Chicago (Illinois) gegründete amerikanische Jazzrockband, die vor allem in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts große internationale und kommerzielle Erfolge feierte.

Die Gründungsmitglieder der Formation, die zunächst unter dem Namen Missing Links und Big Thing auftrat, waren der Sänger und Bassist Peter Cetera (*13. September 1944), der Gitarrist und Sänger Terry Kath (31. Januar 1946 bis 23. Januar 1978), der Keyboarder Robert Lamm (*13. Oktober 1944), der Saxophonist Walter Parazaider (*14. März 1945), der Posaunist James Pankow (*20. August 1947), der Trompeter Lee Loughnane (*21. Oktober 1941) sowie der Schlagzeuger Danny Seraphine (*28. August 1948). Anfangs trat die Band in der Gegend von Los Angeles in Clubs wie beispielsweise dem Whisky A-Go-Go auf. 1969 kam schließlich das Debütalbum der Gruppe mit dem Titel Chicago Transit Authority heraus. Ein Jahr später erschien die LP Chicago II, auf der der Song Make Me Smile zu finden ist, mit dem erstmals der Aufstieg in die amerikanischen Charts gelang und dem Hits wie Saturday in the Park (1972), If You Leave Me Now (1976), 25 Or 6 To 4 sowie Hard to Say I’m Sorry (1982) folgten. 1974 wurde die Formation um den Brasilianer Laudir de Oliveira ergänzt. Nach dem Tod von Kath am 23. Januar 1978 wurde dieser für ein Jahr durch den Gitarristen Donnie Dacus und anschließend durch Chris Pinnick ersetzt. Letzterer blieb bis 1981 bei der Formation und wurde dann von dem Keyboarder Bill Champlin abgelöst. 1985 startete Cetera eine Solokarriere und überließ Jason Scheff seinen Platz in der Band. Besonders die ruhigen Balladen von Chicago erreichten den Status von Golden Oldies, während das an Jazzrock interessierte Publikum bereits in den achtziger Jahren stark zurückging. Dennoch gehören Chicago zu den erfolgreichsten Bands der USA.

Zu den weiteren Alben zählen Chicago at Carnegie Hall (1971), Chicago 10 (1976; ausgezeichnet mit dem Grammy), Hot Streets (1978), Chicago 17 (1984), Chicago 19 (1988), Chicago 21 (1991) sowie Night And Day (1995).

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