Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Theodor DäublerEnzyklopädieartikel
Theodor Däubler (1876-1934) Schriftsteller. Er trat mit pathetisch-visionärer Gedankendichtung im Stil des Expressionismus hervor. Däubler wurde am 17. August 1876 als Spross einer wohlhabenden Augsburger Kaufmannsfamilie in Triest geboren und wuchs zweisprachig in Triest und Venedig auf. Nach seinem Militärjahr in Wien führte er in den Jahren von 1898 bis zu seinem Tod ein unstetes Wanderleben mit längerzeitigen Aufenthalten in Paris, Berlin und Griechenland; die letzten beiden Lebensjahre verbrachte der an Tuberkulose erkrankte Dichter im Sanatorium Sankt Blasien im Schwarzwald. Däubler beherrschte die klassizistische und romantische Formkunst virtuos (Hymne an Italien, 1916; Attische Sonette, 1924). Als sein Hauptwerk gilt die schwer zugängliche, episch-lyrische Monumentalschöpfung Das Nordlicht (5 Bde., 1910-1921), die mit expressionistischem Pathos ein neues, pantheistisches Weltgefühl beschwört. Geprägt durch sein Italien- und Griechenlanderlebnis suchte Däubler in seinem Werk die Verbindung heidnisch-dionysischer und apollinisch-christlicher Elemente. Sein erzählendes Schaffen kreist thematisch um die Diskrepanz von Natur und Zivilisation in der modernen Welt, so in Der Marmorbruch (1930) oder Die Göttin mit der Fackel (1931). Von kulturhistorischem Wert sind Däublers mediterrane Reisebücher wie Der Fischzug (1930) oder Griechenland (1946). Der Autor starb am 13. Juni 1934 in Sankt Blasien.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |