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Giuseppe de Santis

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Riso amaroRiso amaro

Giuseppe de Santis (1917-1997), italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Der größte Erfolg gelang ihm mit dem Melodram Riso amaro (1949; Bitterer Reis), einem Schlüsselwerk des italienischen Neorealismus.

De Santis wurde am 11. Februar 1917 in Fondi (Latina) geboren. Er studierte zunächst Philosophie und Literatur in Rom, anschließend Film am Centro Sperimentale di Cinematografia, ehe er als Filmkritiker für die Zeitschrift Cinema tätig war, die ein sozialkritischeres und realistischeres Kino forderte. Er wirkte an den Drehbüchern zu Luchino Viscontis Erstlingswerk Ossessione (1942; Ossessione – Von Liebe besessen) und zu Roberto Rosselinis Desiderio (1946) mit. Sein eigenes Regiedebüt hatte De Santis mit Caccia tragica (1947; Tragische Jagd). In seinen weiteren Arbeiten beschäftigte er sich kritisch mit der sozialen Situation im Italien der Nachkriegszeit. Einem größeren Publikum wurde er durch das neoralistische Melodram Riso amaro bekannt. Durch diesen Film avancierte Silvana Mangano in ihrer ersten großen Rolle als Landarbeiterin an der Seite von Vittorio Gassman zur Ikone des Neorealismus. Zu den weiteren Filmen von De Santis zählen Non c’è pace tra gli ulivi (1950; Vendetta), Roma, ore undici (1952; Es geschah Punkt 11), Uomini e lupi (1956; Frauen und Wölfe) und Una Strada lunga un anno (1958; Straße der Leidenschaft). Bei den Filmfestspielen von Venedig wurde ihm 1995 ein Goldener Löwe für sein Lebenswerk verliehen. Giuseppe De Santis starb am 16. Mai 1997 in Rom.

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