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Windows Live® Suchergebnisse Die ZeitEnzyklopädieartikel
Die Zeit, deutsche Wochenzeitung mit Sitz in Hamburg. Sie ist eines der wichtigsten meinungsbildenden deutschen Presseorgane. Die erste Ausgabe der Zeit erschien mit Genehmigung der britischen Militärverwaltung am 21. Februar 1946 in einer Startauflage von 25 000 Exemplaren in Hamburg. Lizenzträger der Wochenzeitung, die sich bis heute im Gewand einer Tageszeitung präsentiert, waren der Rechtsanwalt Gerd Bucerius (ab 1957 Alleininhaber), der Kaufmann Ernst Friedländer und die Architekten Richard Tüngel und Ewald Schmidt di Simoni, die bis auf Letzteren in der Anfangsphase auch für den Inhalt verantwortlich zeichneten. Unterstützt wurden sie dabei von Marion Gräfin Dönhoff sowie den Journalisten Ernst Samhaber, Lovis H. Lorenz und Josef Müller-Marein. Die anfangs konservativ geprägte Zeit, die es als erste Zeitung sogar wagte, Kritik an den Siegermächten zu üben, wandelte sich im Lauf der fünfziger Jahre zu einem unabhängigen liberalen Wochenblatt, insbesondere unter der Ägide der „roten Gräfin” Dönhoff, die ab 1955 Chefin des politischen Ressorts und ab 1968 Chefredakteurin war und u. a. zu den frühen Fürsprechern einer aktiven deutschen Ostpolitik gehörte. Dönhoff fungierte von 1973 bis zu ihrem Tod 2002 als Herausgeberin des Blattes, das sich als Vorzugsmedium des bundesdeutschen Besitz- und Bildungsbürgertums etablierte. Zum Herausgebergremium stießen außerdem u. a. der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt, der Journalist Josef Joffe und der ehemalige Rowohlt-Verlagsleiter und Kultur-Staatsminister im Kanzleramt Michael Naumann. Die Auflage der Zeit liegt bei etwa 480 000 Exemplaren (2007) Die Zeit erscheint in der Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, die nach dem Tod des Verlegers Bucerius 1996 an die Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe verkauft wurde. Der Erlös sowie alle übrigen Vermögenswerte des Verlegers (u. a. 12 Prozent Anteile an der Bertelsmann AG) gingen an die 1971 gegründete ZEIT-Stiftung, die gemeinnützige Zwecke in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie Kunst und Kultur verfolgt. Neben der Wochenzeitung publiziert der Verlag verschiedene Magazine (u. a. ZEIT Wissen, ZEIT Geschichte, ZEIT Campus) und stellt seit 1996 ein Online-Angebot zur Verfügung.
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