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Dietrich von Bern

Enzyklopädieartikel

Dietrich von Bern (von althochdeutsch diot: Volk, und rich, rîchi, rihhi: Herrscher, mächtig), nordisch Thidrek, alte Form Theoderich, germanische Sagengestalt und u. a. im Nibelungenlied die Idealgestalt des christlich-ritterlichen Helden.

In der germanischen Dietrichdichtung steht Dietrich von Bern (Bern ist hierbei eine Abwandlung des Namens der italienischen Stadt Verona) für den Ostgotenkönig Theoderich den Großen. Zu dieser Heldendichtung zählen märchenhafte Erzählungen, in denen Dietrich u. a. siegreich gegen das Riesengeschlecht von Ecke und Fatold sowie den Zwergenkönig Laurin kämpft. Weitere germanische Heldensagen sowie die nordische Thidrekssaga beschreiben, wie Dietrich sein Reich zurück erobert. Bereits im fragmentarisch erhaltenen Hildebrandslied über Dietrichs Gefolgsmann Hildebrand ist eine dichterische Umänderung der historischen Fakten auszumachen. Der Sage zufolge lebte Dietrich nach seiner Flucht vor dem Skiren Odoaker 30 Jahre am Hof des Hunnenkönigs Attila; tatsächlich war es aber wohl sein Vater Thiudimer (Theodemer, Dietmar). Dietrich von Bern tritt auch als Anführer der Wilden Jagd auf.

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