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Windows Live® Suchergebnisse Abdou DioufEnzyklopädieartikel
Abdou Diouf (*1935), Ministerpräsident (1970-1980) und Staatspräsident (1981-2000) der Republik Senegal. Abdou Diouf wurde am 7. September 1935 in Louga im Nordwesten des Senegal geboren. Nach seinem Studium der Politik- und Rechtswissenschaften in Dakar und Paris trat er 1961 in die Einheitspartei von Staatspräsident Léopold Sédar Senghor ein, den späteren Parti Socialiste (PS), der seit der Unabhängigkeit des Senegal ununterbrochen die Regierung stellte. Noch 1961 wurde Diouf stellvertretender Generalsekretär der Regierung sowie Gouverneur der Region Sine Saloum. 1963 berief ihn Senghor als seinen Kabinettschef und 1964 als Generalsekretär der Regierung. Von 1968 bis 1970 amtierte Diouf als Planungs- und Industrieminister, bevor er im Februar 1970 Senghor, der sich nun auf sein Präsidentenamt konzentrierte, im Amt des Ministerpräsidenten nachfolgte. Als Senghor Ende 1980 auch als Staatspräsident zurücktrat, wechselte Diouf Anfang 1981 in das Amt des Staatsoberhauptes. In der Folgezeit wurde er regelmäßig im Amt bestätigt; ebenso regelmäßig warf ihm die Opposition Wahlbetrug vor. Erst im März 2000 gelang es Abdoulaye Wade vom oppositionellen Parti démocratique sénégalais (PDS), der in den vorangegangenen eineinhalb Jahrzehnten regelmäßig als Dioufs Herausforderer aufgetreten war, Diouf in der Stichwahl zu schlagen und ihn im Präsidentenamt abzulösen. Die Wähler honorierten offensichtlich nicht das für afrikanische Verhältnisse erstaunliche Wirtschaftswachstum, die niedrige Inflationsrate sowie die zehntausenden in den letzten Jahren entstandenen Arbeitsplätze, gaben vielmehr ihrem Überdruss an dem seit der Unabhängigkeit des Senegal regierenden PS Ausdruck.
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