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Windows Live® Suchergebnisse DonaudeltaEnzyklopädieartikel
Donaudelta, Biosphärenreservat an der rumänischen und ukrainischen Schwarzmeerküste, rund 240 Kilometer nordöstlich von Bukarest, im Mündungsgebiet von Europas zweitlängstem Strom. Das 6 792 Quadratkilometer große Reservat wurde 1991 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Es umfasst einen charakteristischen Ausschnitt des von den drei Mündungsarmen der Donau und zahllosen kleineren Wasserläufen durchzogenen Deltas. Schilfröhrichte nehmen im wahrscheinlich größten geschlossenen Schilfgebiet der Erde weite Flächen ein, daneben gibt es auf Dünen trockene Federgrassteppen und auf den natürlichen Uferdämmen des Stroms urwüchsige Auenwälder. Als Feuchtgebiet ist das Donaudelta vor allem für die Vogelwelt bedeutend. Mehr als 300 Vogelarten wurden hier bereits beobachtet, darunter etwa 180 Brutvogelarten, wie z. B. Pelikane, Kormorane, Reiher, Störche und Ibisse. Regelmäßig im Herbst finden sich Hunderttausende von Zugvögeln im Delta ein, hauptsächlich verschiedene Arten von Enten und Gänsen, wie die Rothalsgänse, von denen sich etwa 95 Prozent der Weltpopulation im Delta versammeln. Das Donaudelta leidet seit Jahren vor allem unter der zunehmenden Wasserverschmutzung und der Stromregulierung der Donau. Zu den schwerwiegendsten Eingriffen zählt die Anlage eines Kanals in der Ukraine, durch den das Land über eine bessere Schiffsverbindung zwischen der Donau und dem Schwarzen Meer verfügen wird. Im April 2006 wurden bei einem schweren Hochwasser weite Teile des Donaudeltas überschwemmt, wodurch das Ökosystem nachhaltig beeinflusst wurde.
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