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Windows Live® Suchergebnisse Ernst Otto FischerEnzyklopädieartikel
Ernst Otto Fischer (1918-2007), deutscher Chemiker und Nobelpreisträger. Ernst Otto Fischer wurde am 10. November 1918 in Solln (heute zu München) geboren. Nach dem Schulabschluss 1937 wurde er zum Militärdienst eingezogen und im 2. Weltkrieg als Soldat in Polen, Frankreich und Russland eingesetzt. Während eines Urlaubs im Winter 1941/42 begann er an der Technischen Hochschule München ein Chemiestudium. 1945 geriet er für kurze Zeit in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung setzte er sein Studium in München fort, erlangte 1949 das Diplom, promovierte 1952 und habilitierte sich 1954. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA übernahm Fischer 1957 einen Lehrstuhl an der Universität München; 1964 trat er die Nachfolge seines Lehrers Walter Hieber an der Technischen Universität (TU) München an. Neben seiner Tätigkeit an der TU war Fischer u. a. im Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und im Kuratorium des Deutschen Museums engagiert. Darüber hinaus war Fischer Träger zahlreicher nationaler sowie internationaler Wissenschaftspreise und Ehrentitel.
In seinen Arbeiten befasste sich Fischer hauptsächlich mit der Erforschung metallorganischer Verbindungen. Unabhängig von Geoffrey Wilkinson setzte er für eine später Ferrocen ((C5H5)2Fe) genannte Verbindung eine Sandwichstruktur voraus und konnte dies mit Hilfe kristallographischer Untersuchungen bestätigen. Die Struktur von Ferrocen:
Fischer synthetisierte 1957 u. a. auch das Dibenzolchrom bei dem zwei Benzolringe wie zwei Sandwichhälften ein Chromatom zwischen sich einschließen. Sandwichverbindungen spielen in der Chemie z. B. als Katalysatoren eine große Rolle. Für ihre Pionierarbeiten wurden Fischer und Wilkinson 1973 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Fischer starb am 23. Juli 2007 in München.
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