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Windows Live® Suchergebnisse Julius Caesar GermanicusEnzyklopädieartikel
Julius Caesar Germanicus (15 v. Chr. bis 19 n. Chr.), römischer Feldherr. Germanicus war der Sohn des Drusus Germanicus (des Stiefsohns des Augustus und Bruders des Tiberius) und der Antonia minor, einer Tochter des Marcus Antonius; und er war der ältere Bruder des späteren Kaisers Claudius. Im Jahr 4 n. Chr. wurde er auf Weisung des Augustus von seinem Onkel Tiberius adoptiert, und im folgenden Jahr heiratete er Agrippina die Ältere, mit der zusammen er neun Kinder hatte, darunter der spätere Kaiser Caligula und Agrippina die Jüngere. Ab 7 n. Chr. zeichnete sich Germanicus unter Tiberius als Feldherr in Pannonien und ab 11 n. Chr. in Germanien aus. 12 n. Chr. amtierte er in Rom als Konsul, und im folgenden Jahr avancierte er zum Oberbefehlshaber der Rheinarmee und zum Generalstatthalter in Gallien. Während der innenpolitischen Auseinandersetzungen nach dem Tod des Augustus und dem Regierungsantritt des Tiberius 14 n. Chr. blieb Germanicus loyal auf der Seite des Tiberius; allerdings kam es schon bald zu Konflikten zwischen ihm und dem neuen Kaiser. Denn während Tiberius mit wenig Glück agierte und nicht sehr beliebt war, genoss der überaus gebildete, liebenswürdige und loyale (so die Quellen) Germanicus eine enorme Popularität, weit über das Heer hinaus. Und obwohl seine Feldzüge in Germanien durchaus erfolgreich verliefen (daher sein Beiname Germanicus), wurde Germanicus schließlich von Tiberius aus Germanien abberufen, und am 26. Mai 17 zog er im Triumph in Rom ein. Wenig später wurde Germanicus mit einem erweiterten Oberbefehl für den Osten betraut, und im Herbst 17 brach er mit Frau und Sohn Caligula nach Osten auf. In Armenien löste er den Thronkonflikt, Kappadokien und Kommagene machte er zu procuratorischen Provinzen, und im Frühjahr 19 begab er sich – ohne kaiserliche Genehmigung – auf eine Vergnügungsreise nach Ägypten. Unterdessen drohten seine Differenzen mit seinem Legaten Gnaeus Calpurnius Piso zu eskalieren – wozu auch die Spannungen zwischen den Ehefrauen beigetragen haben mögen. Zurück in Antiochia, erkrankte Germanicus schwer und starb am 10. Oktober 19. Noch auf dem Totenbett hatte er Piso und dessen Frau beschuldigt, ihn vergiftet zu haben; nach seinem Tod hielt seine Frau Agrippa diese Beschuldigung nicht nur gegen Piso aufrecht, sondern bezichtigte indirekt sogar Kaiser Tiberius des Giftmordes – was sie am Ende mit der Verbannung bezahlen musste. Piso selbst wurde im Jahr 20 u. a. des Giftmordes angeklagt, nahm sich jedoch noch vor Ende seines Prozesses das Leben. Im Jahr 20 wurden fünf „Zenturien des Germanicus Caesar” geschaffen, die zusammen mit 15 weiteren, ebenfalls nach verstorbenen Kaisersöhnen benannten Sonderzenturien die Aufgabe hatten, gegenüber der Volksversammlung die von den Zenturien gewählten Kandidaten für das Quästoren- und Konsulsamt zu bestimmen.
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