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Gesamtdeutsche Volkspartei

Enzyklopädieartikel

Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP), 1953 von u. a. Gustav Heinemann und Helene Wessel gegründete, politisch neutralistisch orientierte Partei in der Bundesrepublik Deutschland; 1957 aufgelöst.

Hervorgegangen aus der seit 1952 bestehenden Notgemeinschaft für den Frieden in Europa, trat die GVP für die Wiedervereinigung Deutschlands auf der Basis strikter Neutralität ein. In scharfer Opposition zum Westintegrationskurs der Regierung Adenauer plädierte sie für einen Ausgleich mit der Sowjetunion und wandte sich vehement gegen die Pläne einer Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Mangels Wählern löste sich die GVP, die bei den Bundestagswahlen von 1953 lediglich einen Stimmenanteil von 1,2 Prozent verbuchen konnte, 1957 auf. Prominente Parteimitglieder wie Gustav Heinemann, Helene Wessel, Johannes Rau, Erhard Eppler und Jürgen Schmude fanden bei der SPD eine neue politische Heimat.

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