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    Die Hallenkirche ist ein Bautyp, der durch die Gestalt des Langhauses gekennzeichnet ist. Dessen Schiffe sind von gleicher oder annähernd gleicher Höhe und meist unter einem ...

  • Look in Luckau: Hallenkirche St. Nikolai

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  • Hallenkirche

    Form des mittelalterlichen Kirchenbaus, die im Unterschied zur Basilika, Mittel- und Seitenschiff von gleicher Höhe unter einem Dach vereinigt.

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Hallenkirche

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Sankt Annen, Annaberg-BuchholzSankt Annen, Annaberg-Buchholz

Hallenkirche, mehrschiffige Kirche, deren Schiffe – anders als bei der Basilika – gleich oder annähernd gleich hoch und von einem gemeinsamen Dach überdeckt sind; neben der Basilika der wichtigste Bautypus der mittelalterlichen Sakralarchitektur.

Die Hallenkirche tritt zuerst in romanischer Zeit in Südwestfrankreich und nördlich und südlich der Pyrenäen auf. Meist handelt es sich um schlichte dreischiffige Kirchen mit niedrigem Satteldach; die Schiffe sind oft durch mächtige Pfeiler voneinander gesondert. Das Licht erhält die Kirche nur durch die hoch liegenden Fenster der Seitenschiffe. Insgesamt wird die Tiefenbewegung des Raumes zugunsten der Breitenwirkung verlangsamt, der Kirchenraum wird vereinheitlicht bis hin zur Abschaffung des Querschiffs.

Die Abteikirche Notre Dame la Grande in Poitiers (12. Jahrhundert) gehört bereits zum Typus der Staffelkirche, das Tonnengewölbe des Mittelschiffs ist den Seitenschiffen gegenüber halbrund erhöht, die Gewölbe der Seitenschiffe erscheinen demgegenüber abgesenkt. Im 13. Jahrhundert wurde die Hallenkirche zur vorherrschenden Kirchenform in Westfalen. Frühestes Beispiel einer Hallenkirche in Deutschland ist die Bartholomäuskapelle in Paderborn (bereits 1017), die von griechischen Werkleuten erbaut wurde. Die drei Schiffe mit vier Jochen sind von Hängekuppeln überwölbt, an den Wänden wechseln Pfeiler mit Nischen ab. Das schlichte, gedrungene Äußere steht im Kontrast zur Eleganz des Innenraums.

Die monumentalsten romanischen Hallenkirchen sind die Kathedralen von Avignon und Aix-en-Provence. Ihr Vorbild wird von der Gotik aufgegriffen, am bedeutendsten in der Kathedrale von Albi (1282-1390), einem einschiffigen Ziegelbau mit lamellenartig nach innen genommenen Strebepfeilern. In Deutschland wendet sich die Gotik früh dem Bau von Hallenkirchen zu, berühmte Beispiele sind die Elisabethkirche in Marburg (bereits 1235) und der Mindener Dom (1267). In Westfalen ist die Wiesenkirche in Soest (1331-1376), in Süddeutschland sind die Heiligkreuzkirche in Schwäbisch-Gmünd (etwa 1320-1360) und St. Martin in Amberg (15. Jahrhundert) hervorragende Beispiele gotischer Hallenkirchen.

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