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Windows Live® Suchergebnisse Pierre MauroyEnzyklopädieartikel
Pierre Mauroy (*1928), französischer Politiker, Premierminister von Frankreich (1981-1984), Präsident der Sozialistischen Internationale (1992-1999). Mauroy wurde am 5. Juli 1928 als Sohn eines Lehrers in Cartignies geboren. Ab 1952 war er als Berufsschullehrer tätig; daneben engagierte er sich als Gewerkschafter und war in der sozialistischen Partei Section Française de l’Internationale Ouvrière (SFIO) aktiv. Seit 1963 führendes Mitglied der SFIO, war er maßgeblich an der 1969 vollzogenen Umwandlung der SFIO in den Parti Socialiste (PS) beteiligt. In der Folgezeit fungierte er als rechte Hand des PS-Vorsitzenden François Mitterrand. 1973 wurde Mauroy zum Bürgermeister von Lille gewählt (zuletzt 1995 bestätigt); im selben Jahr zog er auch in die Nationalversammlung ein, der er bis 1992 angehörte. Nachdem der PS bei den Parlamentswahlen 1981 die absolute Mehrheit erreicht hatte, wurde Mauroy von Staatspräsident Mitterrand zum Premierminister ernannt. Angesichts der Wirtschaftsprobleme, der Popularitätsverluste seiner Partei, der Massendemonstrationen gegen die Schulgesetzgebung und der Kritik von Seiten der an der Regierung beteiligten Kommunisten trat er 1984 wieder zurück. Von 1988 bis 1992 war Mauroy Generalsekretär des PS – bei den Wahlen zum Parteivorsitzenden hatte er sich nur knapp gegen Laurent Fabius durchsetzen können. 1992 wurde er zum Nachfolger von Willy Brandt im Amt des Präsidenten der Sozialistischen Internationale gewählt und 1996 bestätigt. 1999 löste ihn in dieser Funktion der portugiesische Ministerpräsident António Guterres ab.
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