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Metallorganische Verbindungen

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1

Einleitung

Metallorganische Verbindungen, chemische Verbindungen, bei denen mindestens ein Metallatom oder -ion direkt mit Kohlenstoffatomen in einer organischen Verbindung gebunden ist.

Danach zählen Salze von Carbonsäuren nicht zu den metallorganischen Verbindungen, weil bei ihnen das Metall anstelle des Wasserstoffatoms an ein Sauerstoffatom der Carboxylgruppe (8COOH) gebunden ist.

2

Einteilung

Man teilt die metallorganischen Verbindungen meist nach der Art der Bindung zwischen Metall- und Kohlenstoffatom ein.

2.1

Ionische Bindung

Diese tritt bei Verbindungen mit Alkalimetallen auf, vor allem mit den schwereren Elementen aus der ersten Hauptgruppe (Gruppe 1) des Periodensystems, also mit Natrium, Kalium, Rubidium und Cäsium. Ein Beispiel hierfür ist das Natriumacetylid

Na+ C:CH-.

2.2

Kovalente Bindung

Diese bilden vor allem die weniger stark elektronegativen Elemente der Gruppen 12 (Zink, Cadmium, Quecksilber) sowie 13 bis 16 (u. a. Gallium, Indium, Thallium, Silicium oder Phosphor). Ausgewählte Beispiele sind Bortrialkyle R3B, also Verbindungen von Bor mit drei Alkanresten R (siehe Kohlenwasserstoffe), ferner Dibutylzinnchlorid (C4H9)2SnCl2 und Diphenylquecksilber (C6H5)2Hg.

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