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  • Nationales Olympisches Komitee – Wikipedia

    Ein Nationales Olympisches Komitee (NOK) ist eine Organisation, die die Interessen einzelner Länder im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vertritt und die olympische ...

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  • DKI: Nationales Olympisches Komitee für Deutschland e.V. (NOK)

    Otto-Fleck-Schneise 12 D-60528 Frankfurt/Main Postfach 71 02 63 D-60528 Frankfurt/Main Fon +49 (0)69/6700202 Fax +49 (0)69/6771229 www.nok.de

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Nationales Olympisches Komitee

Enzyklopädieartikel

Nationales Olympisches Komitee (NOK), nationale olympische Organisation, die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt ist.

Aufgabe der weltweit mehr als 200 NOKs ist es, die olympische Bewegung in den jeweiligen Ländern zu schützen, den olympischen Gedanken zu fördern sowie die Charta des IOC zu sichern und dabei politisch, wirtschaftlich und ideologisch unabhängig vorzugehen. Von den Nationalen Olympischen Komitees werden nach den Richtlinien des IOC die Sportler ausgewählt, die an Olympischen Spielen teilnehmen. Die Sportler müssen sich in nationalen Wettkämpfen qualifizieren, werden dann vom NOK vorgeschlagen und vom IOC zugelassen. Sollte ein NOK gegen die Olympische Charta verstoßen, kann es vom IOC ausgeschlossen werden. Dies war z. B. bei Südafrika zur Zeit der Apartheid der Fall.

In Deutschland wurde 1895 das „Komitee für die Beteiligung Deutschlands an den Olympischen Spielen zu Athen” gegründet. In den folgenden Jahrzehnten vertraten u. a. der Deutsche Reichsausschuss für Olympische Spiele (1904-1917), der Deutsche Reichsausschuss für Leibesübungen (1917-1925) und der Deutsche Olympische Ausschuss (1925-1946) Deutschland beim IOC. Nach dem 2. Weltkrieg bestanden bis zur Wiedervereinigung Deutschlands getrennte Institutionen für die beiden deutschen Staaten: Das NOK für die Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Frankfurt/Main wurde 1949 gegründet und 1950 in das IOC aufgenommen . Ein NOK für die DDR wurde 1951 in Berlin als „Nationales Olympisches Komitee für Ostdeutschland” gegründet und 1955 vom IOC als eigenes NOK anerkannt unter der Voraussetzung, dass nur eine einzige deutsche Mannschaft bei Olympischen Spielen antreten dürfe; erst 1965 wurde es Vollmitglied des IOC.

Als ein eingetragener Verein, der ausschließlich gemeinnützig war und keinen wirtschaftlichen Gewinn anstrebte, finanzierte das westdeutsche NOK seine Arbeit durch Mitgliedsbeiträge, Einnahmen aus der Lotterie „GlücksSpirale” und wirtschaftliche Maßnahmen, insbesondere durch die Vergabe von Lizenzen für die Nutzung des Emblems mit den Olympischen Ringen oder die Prägung von Sondermünzen. Vor dem Hintergrund abnehmender Erfolge deutscher Sportler bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften in den neunziger Jahren wurden Pläne zum Zusammenschluss der beiden wichtigsten nationalen Sportverbände Deutscher Sportbund (DSB) und NOK konkretisiert und im Dezember 2005 schließlich die Fusion der Verbände beschlossen. Am 20. Mai 2006 wurde der nunmehr als Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) firmierende neue Dachverband des deutschen Sports gegründet, der alle Funktionen eines NOKs übernahm.

Das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) mit Sitz in Wien wurde 1908 gegründet und 1912 ins IOC aufgenommen. In der Schweiz nimmt die Swiss Olympic Association (auch Swiss Olympic) mit Sitz in Bern die Aufgaben eines NOKs wahr; sie entstand 1997 aus einem Zusammenschluss des 1912 gegründeten Schweizerischen Olympischen Comités, das im selben Jahr ins IOC aufgenommen worden war, und des Schweizerischen Landesverbands für Sport.

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