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Windows Live® Suchergebnisse ÖlkriseEnzyklopädieartikel
Ölkrise, im engeren Sinn die Bezeichnung für die Energiekrisen in den westlichen Industrienationen 1973/74 (erste Ölkrise) und 1979/80 (zweite Ölkrise). Die erste Ölkrise hatte in den Entwicklungen des Nahostkonfliktes ihre Hintergründe. Im Zuge des Jom-Kippur-Krieges (Oktober 1973) versuchten die in der Organization of Arabian Petroleum Exporting Countries (OAPEC) zusammengeschlossenen arabischen Staaten, durch die drastische Drosselung der Erdölförderung Einfluss auf den Verlauf des Konflikts zu nehmen. Ein Ölembargo gegen westliche Nationen sollte die Israel freundlich gesonnenen Industriestaaten dazu bewegen, politischen Druck auf die israelische Regierung auszuüben. Der Boykott dauerte von November 1973 bis März 1974. Im Zuge dieser Energieverknappung auf dem Weltmarkt vervierfachte sich der Erdölpreis innerhalb eines Jahres von knapp drei US-Dollar auf fast zwölf US-Dollar pro Barrel. In Deutschland, das damals seinen Rohölbedarf zu mehr als 75 Prozent aus den OAPEC-Staaten deckte, führte dieser „Ölpreisschock” zu verschiedenen staatlichen Maßnahmen. So wurde Ende 1973 an drei Sonntagen ein allgemeines Fahrverbot für Pkws erlassen, und Geschwindigkeitsbegrenzungen für den Straßenverkehr wurden eingeführt. Langfristig bildeten sich neue Energieverbrauchsstrukturen heraus: Verbrauchseinsparungen wurden staatlich gefördert, und der Nutzung anderer Energieträger, insbesondere der Kernenergie, räumte man trotz heftigen Widerstands in der Bevölkerung Vorrang ein. Die zweite Ölkrise (1979-1980) ging auf eine Preissteigerungsrunde der OPEC zurück. Der Richtpreis für Erdöl wurde auf über 30 US-Dollar pro Barrel angehoben. Es kam zu einer noch stärkeren Weltwirtschaftsrezession als nach der ersten Ölkrise.
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