Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Wolfgang Petersen", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren. Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Wolfgang Petersen |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Wolfgang PetersenEnzyklopädieartikel
Wolfgang Petersen (*1941), deutscher Regisseur. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit dem Kriegsfilm Das Boot (1981) und der Michael-Ende-Verfilmung Die unendliche Geschichte (1983), ehe er ab Anfang der neunziger Jahre mit Actionfilmen auch in Hollywood Karriere machte. Petersen wurde am 14. März 1941 in Emden (Ostfriesland) geboren und wuchs ab 1951 in Hamburg auf. Nach dem Abitur 1960 erhielt er Schauspielunterricht, arbeitete bis 1964 in Hamburg als Regieassistent, studierte von 1965 bis 1966 Theaterwissenschaft und wechselte anschließend an die neu gegründete Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Nach weiterer Bühnentätigkeit erregte er zunächst als Regisseur von Fernsehfilmen Aufsehen, darunter Folgen der Krimireihe Tatort (1971-1976), der Skandalfilm Die Konsequenz (1977, ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis) und Schwarz und Weiß wie Tage und Nächte (1978). Für seinen ersten Kinofilm Einer von uns beiden (1973) bekam er den Bundesfilmpreis. Der internationale Durchbruch gelang Petersen 1981 mit dem von Bernd Eichinger produzierten aufwendigen Kriegsfilm Das Boot, einer Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Lothar-Günther Buchheim. Das Werk schildert eindringlich und authentisch die Erlebnisse einer deutschen U-Boot-Besatzung im 2. Weltkrieg; zur hochkarätigen Besetzung gehörten Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Heinz Hoenig, Otto Sander und Günter Lamprecht. Der Film wurde national und international mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. wurde er in sechs Kategorien für den Oscar nominiert. Das Boot gilt seitdem als erfolgreichster deutscher Film in den USA. Die doppelt so lange, dreiteilige TV-Fassung, die 1985 ausgestrahlt wurde, bietet mehr Raum für dramaturgische Nuancen. Auch Petersens nächster Film, das ebenfalls von Eichinger produzierte, mit spektakulären Spezialeffekten versehene Fantasy-Abenteuer Die unendliche Geschichte (1983; nach dem Jugendbuch von Michael Ende), wurde zu einem internationalen Kassenschlager; der mit einem Budget von 60 Millionen DM damals teuerste je in Deutschland produzierte Film spielte weltweit über 100 Millionen US-Dollar ein. Diese beiden Welterfolge machten die amerikanische Filmindustrie auf Petersen aufmerksam: Nachdem er 1985 das Sciencefictionabenteuer Enemy Mine (Geliebter Feind) zwar noch in Deutschland, aber schon für eine US-Produktionsgesellschaft gedreht hatte, folgte er einem Angebot aus Hollywood, wo er 1991 mit Shattered (Tod im Spiegel) einen Achtungserfolg erzielte. Mit den hochkarätig besetzten und kommerziell erfolgreichen Thrillern In the Line of Fire (1993; In the Line of Fire – Die zweite Chance; mit Clint Eastwood und John Malkovich), Outbreak (1995; Outbreak – Lautlose Killer; mit Dustin Hoffman, Morgan Freeman, Donald Sutherland und Kevin Spacey) sowie Air Force One (1997; Air Force One; mit Harrison Ford, Gary Oldman und Glenn Close) etablierte sich Petersen als Spezialist für Actionfilme mit aufwendigen technischen Effekten endgültig in Hollywood. Es folgten der Katastrophenfilm The Perfect Storm (2000; Der Sturm, mit George Clooney) und der Historienfilm Troy (2004; Troja, mit Brad Pitt) nach Homer, ein Psychogramm der Kontrahenten Hektor und Achilleus und zugleich ein opulentes Schlachtengemälde. Mit Poseidon (2006; Poseidon) drehte Petersen ein Remake des Katastrophenfilmklassikers The Poseidon Adventure (1972; Die Höllenfahrt der Poseidon).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |