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Slapstick comedy

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Buster KeatonBuster Keaton

Slapstick comedy, Form der Filmkomödie, die sich vor allem in der Stummfilmära großer Beliebtheit erfreute und die vor allem durch die Stereotypie ihrer Handlungsmuster gekennzeichnet ist.

Der Ausdruck slapstick verweist auf den Ursprung dieses Genres: die prä-goldonische Commedia dell’ Arte mit ihren Derbheiten, Zoten, Prügeleien und ihrem Klamauk, die ihrerseits auf den ausgelassenen Handgreiflichkeiten der griechischen und römischen Komödien aufbaute. Die Waffe, mit der die Commedia-Figur des Harlekin ihre Hiebe austeilte, war die spatola, der slap-stick, die spätestens mit dem italienischen Importstück Harlequien’s Triumph 1772 Eingang in die sich in England seit dem 17. Jahrhundert ausbreitenden Music Halls fand. Sie waren bis zum Siegeszug des Tonfilms neben den gardens und dem Zirkusrund Auftrittsstätten von Allround-Entertainern, die Gesang, Pantomime, Tanz, Akrobatik, Musik und Clownerie beherrschten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Vergnügungsstätten zu Großunternehmen, für die u. a. Fred Karnos Fun Factory (London 1900) Clowns ausbildete: u. a. Stan Laurel und Charlie Chaplin.

Zunächst herrschten dank der internationalen Dominanz der Firma Pathé auf Jahrmärkten und in Vergnügungsparks französische Filmburlesken vor, die vom Vaudeville und Grand Guignol beeinflusst sind. Als erster komischer Film gilt Le jardonier et le petit espiègle/L’Arroseur arrosé (1895, Regie Louis Lumière). Gezeigt wird, wie einem Gärtner ein Wasserstrahl ins Gesicht fährt, weil ein Junge auf den Gartenschlauch trat, mit anschließender Verfolgungsjagd. Einer der wichtigsten Filmkomiker dieser Zeit ist der Franzose Max Linder, dessen Gags von großer Qualität und Eleganz sind und der ab 1916 auch in Hollywood arbeitete. 1914 verlor Frankreich seine dominierende Stellung auf dem Gebiet des komischen Films an die USA, wo in Hollywood ab 1912 Mack Sennett mit seiner Firma Keystone Company produzierte: Er griff auf Music Hall und Vaudeville zurück, kreierte die Bathing Beauties sowie die Keystone Cops. Turbulente Verfolgungsjagden und Tortenschlachten wurden zum Erkennungszeichen seiner Filme. Bei Sennett, der die Montage aller seiner Filme überwachte und von schnellen Bewegungsabläufen fasziniert war, begannen Komiker wie Roscoe „Fatty” Arbuckle, Charlie Chaplin, Charley Chase, Marie Dressler, Louise Fazenda, Buster Keaton, Harry Langdon, Mabel Normand, Ford Sterling und Mack Swain ihre Karriere. Sennett, der bis 1935 produzierte, gilt mit Hal Roach als Erfinder der Komödienform, die heute gemeinhin als slapstick bezeichnet wird.

Roach hatte 1914 seine eigene Produktion gegründet und produzierte seit 1919 Grotesken, die mit den Filmen Sennetts konkurrierten. War dieser der Meister der Tortenschlacht, war Roach der König der Wasser- und Schlammschlachten. In seinen Produktionen wurden die Gags nicht einfach aneinandergereiht, sondern erfuhren eine systematische Steigerung: An die Stelle des Tempos trat das Timing. Zu Roachs Komikern zählten unter anderem W. C. Fields, James Finlayson, Oliver Hardy, Stan Laurel, Harold Lloyd, Snub Pollard, Mickey Rooney und die Kindertruppe Our Gang (Die kleinen Strolche). Zu den wichtigsten Slapstick-Komikern vor dem 2. Weltkrieg gehören auch die Marx Brothers. Nach dem Krieg konnte sich in den USA nur Jerry Lewis als Komiker von Rang etablieren, während in Europa Jacques Tati die Tradition der Slapstick comedy fortführte.

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