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Windows Live® Suchergebnisse SparkassenEnzyklopädieartikel
Sparkassen, in zahlreichen Ländern die Bezeichnung für öffentliche und der Gemeinnützigkeit verpflichtete Universalkreditinstitute. In Deutschland werden die Sparkassen meist als gemeinnützige Anstalten des öffentlichen Rechts von den Gebietskörperschaften getragen. Daneben gibt es freie öffentliche Sparkassen in Form von Stiftungen des bürgerlichen Rechts (siehe Privatrecht) oder unter der Trägerschaft von Vereinen. Die überwiegende Mehrheit der Sparkassen arbeitet auf der Grundlage der Sparkassengesetze der Bundesländer und kommunaler Satzungen. Ihre Geschäftstätigkeit beschränkt sich dabei auf eine Gemeinde, eine Stadt, einen Kreis oder – bei Zweckverbänden – auf eine bestimmte Region. Europarechtlich ist die Bezeichnung „Sparkasse” nicht allein öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten vorbehalten, sie darf auch nach einer Privatisierung fortgeführt werden, so 2006 im Fall der „Berliner Sparkasse”. Die deutsche Sparkassen-Finanzgruppe – heute die größte europäische Bankengruppe – erfüllt ihren öffentlichen Auftrag durch ein flächendeckendes Netz von Geschäftsstellen und ein breites Angebot von Finanzdienstleistungen für alle Bevölkerungsschichten und Unternehmen, insbesondere aus dem Mittelstand und Handwerk. Auf diese Weise werden der regionalen und lokalen Wirtschafts- und Strukturförderung wichtige Impulse gegeben. Den Grundstein für den Finanzverbund legten zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Spar- und Leihkassen, von denen die ersten schon im 18. Jahrhundert entstanden waren. 2005 bestand die Sparkassen-Finanzgruppe aus 670 Unternehmen mit 22 000 Geschäftsstellen (u. a. 477 Sparkassen, elf Landesbanken, die DekaBank, zwölf regionale Sparkassen- und Giroverbände, elf Landesbausparkassen, 13 Versicherungen, zwei Factoringgesellschaften, acht Leasinggesellschaften, 80 Kapitalbeteiligungsgesellschaften). Sie beschäftigte 384 000 Mitarbeiter und wies ein Geschäftsvolumen von 3 200 Milliarden Euro aus. Als größte und älteste mittelständische Kulturförderer in Deutschland unterhalten die regionalen Sparkassen- und Giroverbände 619 Stiftungen mit einem Kapital von über einer Milliarde Euro. Die deutschen Sparkassen sind Teil eines länderübergreifenden Netzes. Einen gemeinsamen Rahmen für die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene bildet die Europäische Sparkassenvereinigung (ESBG). Das gemeinsame Selbstverständnis der Sparkassen kommt in der engen lokalen und regionalen Bindung ihrer Mitglieder, der Konzentration auf Privatkunden, mittelständische Unternehmen und Kommunen sowie der Betonung politischer Verantwortung für die Gemeinwesen zum Ausdruck. Der Dachverband für 101 Sparkassen und Sparkassenorganisationen aus 89 Staaten (Stand 2006) ist das Weltinstitut der Sparkassen (WSBI). Siehe auch Bankwesen
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