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Technische Universität Berlin

Enzyklopädieartikel

Technische Universität Berlin, eine der größten technischen Universitäten Deutschlands, deren Vorläufer die 1770 gegründete Bergakademie, die 1799 errichtete Bauakademie und die 1821 gegründete Gewerbeakademie waren.

Bereits 1879 wurden die Bau- und die Gewerbeakademie zur Königlich Technischen Hochschule zu Berlin vereint, der 1916 auch die Bergakademie angegliedert wurde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde sie in Berliner Technische Hochschule umbenannt und war als eine der ersten wissenschaftlich-technischen Ausbildungsstätten den klassischen Universitäten gleichrangig. Während der Weimarer Republik war die Hochschule eine der Hochburgen der nationalsozialistischen Studentenschaft und konnte dementsprechend nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 problemlos gleichgeschaltet werden.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie 1946 wieder eröffnet und konnte nun als erste technische Hochschule Deutschlands den Namen Technische Universität tragen. Der Bruch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit sollte nicht nur durch den neuen Namen, sondern auch durch eine Neubestimmung des Lehrangebots manifestiert werden: 1948 wurden Geschichte, Literaturwissenschaft, Anthropologie und Sozialethik in den Fächerkanon aufgenommen. Als 1980 die Berliner Pädagogische Hochschule aufgelöst wurde, wurden die Erziehungs- und Unterrichtswissenschaften als 22. Fachbereich in die TU Berlin eingegliedert.

Heute reicht das Lehrangebot von den Ingenieur- und Naturwissenschaften über landwirtschaftliche Fächer bis hin zu Gesellschaftswissenschaften. Mit über 220 Ausbildungsplätzen in technisch-gewerblichen Berufen zählt die Technische Universität darüber hinaus zu einem der größten Ausbildungsbetriebe Berlins.

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