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Denzel Washington (*1954), amerikanischer Filmschauspieler. Für seine darstellerische Leistung in Training Day (2001; Training Day) wurde er mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Washington wurde am 28. Dezember 1954 in Mount Vernon (Bundesstaat New York) geboren. Nach dem Journalismus-Studium an der Fordham University besuchte er das American Conservatory Theater in San Francisco, verließ es nach einem Jahr jedoch ohne Abschluss. Zurück in New York spielte er u. a. in Off-Broadway-Inszenierungen und übernahm erste Fernsehrollen; nationale Bekanntheit erreichte er in der Rolle als junger Arzt in der TV-Krankenhausserie St. Elsewhere, in der er von 1982 bis 1988 mitwirkte. Washingtons Leinwandkarriere begann 1981, zunächst mit kleineren Rollen. Internationale Beachtung fand er als Freiheitskämpfer Steve Biko in Richard Attenboroughs Cry Freedom (1986/87; Schrei nach Freiheit), wofür er seine erste Oscar-Nominierung erhielt. In den folgenden Jahren stellte Washington sein breit gefächertes Rollenspektrum unter Beweis, wobei er oftmals in Filmen eingesetzt wurde, die den Rassismus gegenüber Afroamerikanern zum Thema hatten. Für seine Darstellung eines entlaufenen Sklaven zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges in Glory (1989; Glory, Regie: Edward Zwick) wurde er mit einem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Viel Kritikerlob erhielt Washington auch für seine anspruchsvollen Rollen in Mira Nairs Mississippi Masala (1991; Mississippi Masala) und Kenneth Branaghs Shakespeare-Adaption Much Ado About Nothing (1992/93; Viel Lärm um nichts). Besonders fruchtbar gestaltete sich die Zusammenarbeit mit Regisseur Spike Lee: Nach seiner Darstellung des (Miles Davis nachempfundenen) Trompeters Gilliam in Lees Jazzfilm Mo’ Better Blues (1990; Mo’ Better Blues) übernahm Washington die Titelrolle in Malcolm X (1992; Malcolm X), einer eindrucksvollen, 40 Jahre umspannenden Filmbiographie über den schwarzen Bürgerrechtler Malcolm X. Dieser Film, für den Washington seine dritte Oscar-Nominierung erhielt, machte ihn zu einem internationalen Star und sicherte ihm fortan Rollen im großen Hollywood-Erfolgskino. So spielte er neben Julia Roberts in Alan J. Pakulas John-Grisham-Verfilmung The Pelican Brief (1993; Die Akte) und brillierte an der Seite von Tom Hanks in Jonathan Demmes Film Philadelphia (1993; Philadelphia), der sich mit der AIDS-Problematik befasst. Es folgten Carl Franklins Thriller Devil in a Blue Dress (1994; Teufel in Blau), Tony Scotts U-Boot-Drama Crimson Tide (1995; Crimson Tide – In tiefster Gefahr), Brett Leonards Sciencefictionfilm Virtuosity (1995; Virtuosity) und Penny Marshalls romantische Komödie The Preacher’s Wife (1996; Rendezvous mit einem Engel). Große Aufmerksamkeit erregte Washingtons zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Edward Zwick, Courage Under Fire (1996; Mut zur Wahrheit), der erste Hollywoodfilm, der sich mit dem Golfkrieg auseinandersetzt. Ebenfalls eine aufrecht-moralische Instanz verkörperte Washington in Zwicks The Siege (1998; Ausnahmezustand), einem Actionthriller über islamisch-fundamentalistische Terroranschläge in New York. Nach Gregory Hoblits Mysterythriller Fallen (Dämon – Trau keiner Seele) wirkte Washington ein weiteres Mal in einem Film von Spike Lee mit; der Basketballfilm He Got Game (1998; Spiel des Lebens) wurde jedoch ein Misserfolg. Vom Publikum und der Kritik gefeiert wurde Washington hingegen für die Hauptrolle in Norman Jewisons The Hurricane (1999; Hurricane), eine Filmbiographie des schwarzen Boxers Rubin „Hurricane” Carter, der für einen Mord, den er nicht begangen hatte, 19 Jahre im Gefängnis saß. Es folgten der Thriller The Bone Collector (1999; Der Knochenjäger) und der Baseballfilm Remember the Titans (2000; Gegen jede Regel). Für seine eindrucksvolle Leistung in Antoine Fuquas Ghettothriller Training Day (2001; Training Day) erhielt Washington (als zweiter schwarzer Preisträger nach Sidney Poitier 1963) einen Oscar als bester Hauptdarsteller. Es folgten Nick Cassavetes’ Action-Melodram John Q. (2002; John Q. – Verzweifelte Wut), Carl Franklins Kriminalkomödie Out of Time (2003; Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit), Tony Scotts Actionfilm Man on Fire (2004; Mann unter Feuer), Jonathan Demmes Politthriller The Manchurian Candidate (2004; Der Manchurian Kandidat), ein Remake des John-Frankenheimer-Klassikers aus der Zeit des Kalten Krieges, sowie der Thriller Inside Man (2006; Inside Man), eine weitere Zusammenarbeit mit Spike Lee. Sein nach den Regeln des Hollywoodkinos konventionell inszeniertes Regiedebüt Antwone Fisher (2003; Antwone Fisher), die autobiographische Geschichte des Drehbuchautors, ist das Psychogramm eines in seiner Kindheit misshandelten, aggressiven Marinesoldaten, der bei der geringsten Provokation die Fassung verliert. Washington übernahm den Part des Militärpsychologen, der den Protagonisten erfolgreich therapiert.
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