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Eric Wieschaus

Enzyklopädieartikel

Eric Wieschaus (*1947), amerikanischer Biologe und Nobelpreisträger.

Wieschaus wurde am 7. Juni 1947 in South Bend bei Chicago geboren. Er wuchs in Birmingham (Alabama) auf und kehrte zum Biologiestudium an die University of Notre Dame seiner Geburtsstadt zurück. Nach seinem Wechsel an die Yale University promovierte er 1974 mit einer preisgekrönten Arbeit zur experimentellen Embryologie. Als Postdoctoral Fellow forschte er dann ab 1975 zusammen mit Rolf Nöthiger am Zoologischen Institut der Universität Zürich. 1978 begann seine Zusammenarbeit mit Nüsslein-Volhard, beide waren als Forschungsgruppenleiter an das Europäische Molekularbiologische Laboratorium in Heidelberg berufen worden. 1981 wurde Wieschaus zunächst Assistant Professor für Biologie an der Princeton University, 1983 Associate Professor und 1987 Full Professor.

1995 erhielt er gemeinsam mit Christiane Nüsslein-Volhard und Edward Lewis für die Entdeckung neuer Zusammenhänge zwischen molekulargenetischen Abläufen und der Entwicklung von Lebewesen in Ei und Embryo den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Diese Forschungen waren relevant auch für die Embryologie des Menschen, da sich gezeigt hatte, dass die von den drei Wissenschaftlern an der Kleinen Essigfliege gewonnenen Untersuchungsergebnisse sich prinzipiell auch auf die Differenzierung von Wirbeltierorganismen übertragen ließen (weitere Informationen über diese Forschungen enthält der Artikel über Nüsslein-Volhard).

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