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    James David Wolfensohn (* 1. Dezember 1933 in Sydney) war von 1995 bis 2005 der neunte Präsident der Weltbank. Der in Australien geborene und inzwischen eingebürgerte US ...

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James Wolfensohn

Enzyklopädieartikel

James Wolfensohn (*1933), amerikanischer Investmentbanker australischer Herkunft, Präsident der Weltbank (1995-2005).

James Wolfensohn wurde am 1. Dezember 1933 in Sydney (Australien) geboren. Er studierte Jura an der Universität Sydney; während seiner Studienzeit war er Mitglied der australischen Fechtmannschaft und nahm 1956 an den Olympischen Spielen teil. In den USA erwarb er an der Harvard Universität den akademischen Grad eines Masters of Business Administration und arbeitete anschließend, ab 1963, für verschiedene führende Investmentbanken. Seit 1980 amerikanischer Staatsbürger, gründete er 1981 in den USA ein eigenes, äußerst erfolgreiches Finanzunternehmen. Für sein ehrenamtliches Engagement zur Erhaltung von Kultureinrichtungen, wie der Carnegie Hall in New York oder dem Kennedy Center in Washington, wurde Wolfensohn große öffentliche Anerkennung zuteil.

Von dem amerikanischen Präsidenten Bill Clinton dafür nominiert, übernahm Wolfensohn am 1. Juni 1995 als Nachfolger von Lewis Preston das Amt des Weltbankpräsidenten. Nach zwei Amtsperioden wurde er zum 1. Juni 2005 von Paul Wolfowitz an der Spitze der Weltbank abgelöst. In der Folgezeit fungierte er als Sondergesandter des Nahost-Quartetts (UNO, EU, USA und Russland), als der er vor allem den wirtschaftlichen Wiederaufbau im Gazastreifen nach dem israelischen Abzug koordinieren sollte, trat jedoch schon im Mai 2006 unter scharfer Kritik an der Nahostpolitik des Quartetts, an der israelischen und der palästinensischen Hamas-Regierung wieder zurück.

Wolfensohn wurde in Deutschland für sein Engagement für die Roma mit dem Theodor-Heuss-Preis geehrt (2006); in Israel erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Beerscheba (2000).

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