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Windows Live® Suchergebnisse Zhu RongjiEnzyklopädieartikel
Zhu Rongji (*1928), chinesischer Politiker, Ministerpräsident von China (1998-2003). Zhu Rongji wurde am 1. Oktober 1928 in Changsha in der Provinz Hunan geboren, studierte Elektromaschinenbau und schloss sich nach Gründung der Volksrepublik 1949 der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) an. 1951 wurde er Planungsdirektor im Industrieministerium von Nordostchina, und 1952 wechselte er in die Staatliche Planungskommission, ehe er wegen Beteiligung an der Bewegung für freie Meinungsäußerung 1957 zu Zwangsarbeit verurteilt wurde und während der Kulturrevolution 1966 als Abweichler in ein Umerziehungslager kam. 1979 von Deng Xiaoping politisch rehabilitiert, wurde er in die Staatliche Wirtschaftskommission berufen, wo er ab 1983 ausländische Investoren anwarb. Von 1988 bis 1991 war er Bürgermeister von Shanghai, als der er die heruntergekommene Hafenmetropole durch marktwirtschaftliche Reformen in eine Musterstadt umwandelte. 1991 stieg er als Protegé von Deng Xiaoping zum stellvertretenden Ministerpräsidenten Chinas auf, 1992 wurde er mit dem Management des neu geschaffenen Büros für Wirtschaft und Handel im Staatsrat betraut und in den Ständigen Ausschuss des Politbüros, das mächtigste Parteigremium, aufgenommen, und 1993 übernahm er die Leitung der Zentralbank. Im März 1998 wählte der Nationale Volkskongress in Peking Zhu Rongji zum Nachfolger des nach zwei Amtsperioden scheidenden Ministerpräsidenten Li Peng. Während eines Staatsbesuches in den USA im April 1999, der vor allem der Verbesserung der unterdessen wieder gespannten Beziehungen zu den USA und der Verwirklichung des Beitritts Chinas zur Welthandelsorganisation dienen sollte, gestand Zhu Rongji als erster führender chinesischer Politiker öffentlich Defizite hinsichtlich der Menschenrechtslage in China ein und erklärte Korrekturen in diesem Bereich für notwendig. Auf dem 16. Parteitag der KPCh im November 2002 schied er aus der Parteiführung aus, und im März 2003 wählte der Nationale Volkskongress Wen Jiabao zu seinem Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, auf das Zhu Rongji nun ebenfalls verzichtet hatte.
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