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Windows Live® Suchergebnisse Antonio BanderasEnzyklopädieartikel
Antonio Banderas (*1960), spanischer Filmschauspieler. International bekannt wurde er im Rollenfach des „Latin Lovers” in Filmen von Pedro Almodóvar. Banderas wurde am 10. August 1960 in Málaga geboren. Nach einem Tanz- und Schauspielstudium sowie Bühnentätigkeit in Madrid wurde er von dem spanischen Filmregisseur Pedro Almodóvar entdeckt, in dessen Laberinto de pasiones (1982; Labyrinth der Leidenschaften) er sein Kinodebüt gab. Weitere gemeinsame Filme, in denen er mehrfach an der Seite von Carmen Maura zu sehen war, sind Matador (1986; Matador), La ley del deseo (1986; Das Gesetz der Begierde), Mujeres al borde de un ataque de nervios (1988; Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs) und ¡Átame! (1989; Fessle mich!). Sein Debüt in Hollywood gab Banderas, der zu diesem Zeitpunkt über keine Englischkenntnisse verfügte und seinen Text phonetisch lernen musste, in Arnold Glimchers The Mambo Kings (1991; Mambo Kings). Nachdem er mit einer Nebenrolle in Jonathan Demmes AIDS-Drama Philadelphia (1993; Philadelphia, Hauptrollen: Tom Hanks und Denzel Washington) auf sich aufmerksam gemacht hatte, gelang ihm der Durchbruch mit Bille Augusts starbesetzter Isabel-Allende-Adaption The House of Spirits (1993; Das Geisterhaus), wo er an der Seite von Jeremy Irons, Meryl Streep, Glenn Close, Winona Ryder und Vanessa Redgrave spielte. Inzwischen weitgehend auf das Rollenfach des „Latin Lovers” festgelegt, übernahm Banderas eine weitere große Nebenrolle in Neil Jordans Interview with the Vampire (1994; Interview mit einem Vampir, mit Brad Pitt und Tom Cruise), bevor er in Robert Rodriguez’ parodistischem Actionfilm Desperado (1995; Desperado) seine erste Hollywood-Hauptrolle übertragen bekam. Es folgten u. a. der martialische Actionfilm Assassins (1995; Assassins, mit Sylvester Stallone) und die Verwechslungskomödie Two Much (1995; Two Much), wo er an der Seite von Melanie Griffith spielte; mit ihr ist er seit 1996 verheiratet. Gemeinsam mit Madonna bildete Banderas das „Traumpaar” in Alan Parkers Filmmusical Evita (1996; Evita) über das Leben der Evita Perón. Hauptrollen in Martin Campbells Mantel-und-Degen-Film The Mask of Zorro (1998; Die Maske des Zorro) und in John McTiernans Michael-Crichton-Adaption The 13th Warrior (1999; Der 13. Krieger) schlossen sich an. Bei seinem Regiedebüt Crazy in Alabama (1999; Verrückt in Alabama, nach dem Roman von Mark Childress), einer Burleske, die den alltäglichen Rassismus in den Südstaaten Mitte der sechziger Jahre thematisiert, übernahm seine Ehefrau Melanie Griffith die Hauptrolle. In der Folge arbeitete Banderas, der sich als erster und bislang einziger spanischer Schauspieler überhaupt in Hollywood etablieren konnte, mehrfach mit Desperado-Regisseur Robert Rodriguez zusammen, so in Spy Kids (2001; Spy Kids), Once Upon a Time in Mexico (2002; Irgendwann in Mexiko), Spy Kids 2 (2003; Spy Kids 2) und Spy Kids 3D (2003; Mission 3D). Außerdem war er in Michael Cristofers abgründigem Erotikthriller Original Sin (2001; Original Sin), in Brian De Palmas Thriller Femme Fatale (2002; Femme Fatale), in Julie Taymors hoch gelobter Frida-Kahlo-Filmbiografie Frida (2002; Frida), in Martin Campbells The Legend of Zorro (2005; Die Legende des Zorro), der Fortsetzung des Erfolgs von 1998, sowie in Gregory Navas Thriller Bordertown (2006; Bordertown, an der Seite von Jennifer Lopez) zu sehen. Für seine zweite Regiearbeit, den in Spanien gedrehten Film El camino de los ingleses (2006), erhielt Banderas nur mäßige Kritiken.
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