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Windows Live® Suchergebnisse Earth, Wind & FireEnzyklopädieartikel
Earth, Wind & Fire, amerikanische Popband. In den siebziger und frühen achtziger Jahren hatte sie mit ihrem innovativen, vitalen Funkrock-Sound einige große Hits. Earth, Wind & Fire wurde 1969 in Chicago von dem Schlagzeuger und Kalimba-Spieler Maurice White (*1941) gegründet, zunächst unter dem Namen The Salty Peppers. Die ursprünglich neunköpfige Big Band, zu der auch Whites Bruder Verdine (*1951) als Bassist gehörte, wollte nach dem Vorbild populärer Black-Music-Künstler wie James Brown und Sly Stone moderne, urbane, vom Jazz inspirierte Tanzmusik spielen. Nach zwei erfolglosen Singles benannten sie sich in Earth, Wind & Fire um und veröffentlichten zwei stilistisch ambivalente und weitgehend unbeachtete LPs. Ihren charakteristischen Sound fand die Band erst 1972, als die White-Brüder die restlichen Mitglieder der Formation ersetzten und sich der Sänger Philip Bailey (*1951) dem Ensemble anschloss, der mit Maurice und Verdine White fortan den Kern der ansonsten häufig umbesetzten Gruppe bildete. Baileys markante Falsettstimme, die pointiert arrangierten Bläsersätze und die packenden afroamerikanischen Rhythmen verbanden sich zu einem publikumswirksamen Stil, einer innovativen Mischung aus Jazz, Soul, Rock, Discomusik und Funk. Mit den LPs Last Days and Time (1972), Head to the Sky (1973) und Open Your Eyes (1974) schafften sie es in die Hitparaden. Ihren großen Durchbruch erlebten sie mit dem Nummer-eins-Album That’s the Way of the World (1975), das den Smashhit Shining Star enthielt. Es folgten die millionenfach verkauften Alben Gratitude (1975), Spirit (1976), All ’n All (1978), I Am (1979) und Faces (1980). Ihre mit spektakulären Effekten ausgestatteten, perfekt inszenierten und exaltierten Bühnenshows und Welthits wie Sing a Song, Fantasy, Got to Get You into My Life, September, Boogie Wonderland, After the Love Has Gone und Let’s Groove machten Earth, Wind & Fire für mehrere Jahre zu Superstars der Black Music. Ebenfalls sehr erfolgreich waren die Alben Raise! (1981), Powerlight (1983) und Electric Universe (1983), die jedoch angesichts zunehmend routinierter Arrangements und einer „Versüßlichung” mit Streichern und Chören nicht mehr die ungeteilte Begeisterung der Kritik fanden. 1984 löste sich Earth, Wind & Fire aufgrund von Soloambitionen auf. Maurice White hatte dabei wenig Erfolg, Philip Bailey hingegen schaffte mit seinem Soloalbum Chinese Wall (1984), nicht zuletzt aufgrund des darauf enthaltenen Duetts mit Phil Collins, Easy Lover, den Sprung in die Hitparaden. 1987 wurde Earth, Wind & Fire von den White-Brüdern und Bailey, verstärkt durch neue Bandmitglieder, wiedergegründet; die LP Touch the World (1987) wurde ein überraschender Erfolg. Das nächste Album Heritage (1990, mit Gastauftritten u. a. von MC Hammer und Sly Stone) wurde jedoch ein Flop, und auch das wieder stärker dem alten Funk-Stil verpflichtete Millennium (1993) setzte sich nicht durch. Nach dem darauf folgenden Studioalbum In the Name of Love (1997) verließ der Bandgründer Maurice White aus gesundheitlichen Gründen das Ensemble. Bailey und Verdine White führten die Band weiter, die immer noch ausgedehnte Konzerttourneen unternimmt und nach einer längeren Pause mit The Promise (2003) und Illumination (2005) wieder zwei Alben veröffentlichte.
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