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Windows Live® Suchergebnisse EkstaseEnzyklopädieartikel
Ekstase (griechisch: Außersichgeraten), rauschhafter Zustand der Selbstentgrenzung und geistigen Entrücktheit, oft durch religiöse oder körperlich extrem manipulierende Praktiken hervorgerufen. Der teils als beglückend, teils als bedrohlich empfundene Zustand der Ekstase hat stets mit der temporären Loslösung vom Ich-Bewusstsein zu tun. Primäre Formen der Ekstase finden sich im Orgasmus und in Tobsuchtsanfällen. Abgeleitete Formen der Ekstase lassen sich in massenpsychologischen Erscheinungen und in Delirien beobachten. Das klassische Griechenland kannte Ekstase meist nur als körperlichen Zustand, der sich von Normalzuständen deutlich unterscheidet. Die religiöse Ekstase als kosmisch-mystisches Erleben ist seit langer Zeit belegt. Ihr wird im religiösen Denken fast aller Zeiten ein privilegierter Erkenntnisrang zugemessen, weil in ihr die Beschränkung des endlichen Menschen auf Gott hin überschritten erscheint. Vor allem die Gnosis und verwandte Richtungen beschreiben Offenbarung und Vision als ekstatische Vorgänge. In der Mystik verbindet sich damit ein Verschmelzungsrausch und Vereinigungserlebnis mit Gott (unio mystica). Die indische Philosophie definiert, von Yogapraktiken ausgehend, Ekstase als einen inneren Zustand der Harmonie jenseits von Ich und Welt. Halluzinogene Drogen und gewisse Substanzen in Giftpilzen können so genannte toxische Ekstasen bewirken. Ebenso führen Extremsituationen wie lang andauernder Schlaf- und Nahrungsmangel zu ekstatischen Zuständen. Krankhafte Ekstase-Formen liegen in der manischen Ekstase oder im ekstatischen Wahnsinn vor. Hier sind die logischen Zusammenhänge im Denken des Betroffenen aufgelöst, und er leidet unter Halluzinationen, die sich der Kontrolle durch das Bewusstsein entziehen.
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