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Windows Live® Suchergebnisse Global CityEnzyklopädieartikel
Global City (englisch: globale Stadt), in der Stadtsoziologie Bezeichnung für eine Großstadt, von der aus die weltweiten Kapitalkreisläufe und Produktionsprozesse gesteuert und kontrolliert werden. Der Begriff wurde zu Beginn der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts von der Wissenschaftlerin Saskia Sassen eingeführt (The Global City, 1991), um zu veranschaulichen, wie die elektronisch-industrielle Revolution der achtziger Jahre die Struktur der wichtigsten städtischen Zentren verändert hat. Als typische Global Cities gelten New York, Tokyo und London: Von diesen Zentren aus wird die globale Wirtschaftspolitik gesteuert; hier befinden sich die Koordinationszentralen für das Finanz- und Dienstleistungsgewerbe, deren Einfluss auf die weltwirtschaftliche Entwicklung für wesentlich größer als der des produzierenden Sektors angesehen wird. Diese Städte fungieren als zentrale Märkte für die unternehmensorientierte Finanz- und Dienstleistungsindustrie. Neben diesen drei Metropolen galten Ende des 20. Jahrhunderts auch Paris, Frankfurt, Zürich, Amsterdam, Los Angeles und Hongkong als Global Cities. Je weiter die Globalisierung der Wirtschaft fortschreitet, umso mehr konzentriert sich das internationale Management auf wenige Standorte. Nach Sassen hat die elektronisch-industrielle Revolution nicht zu einer Dezentralisierung geführt, sondern den Gegensatz zwischen Zentrum und Peripherie noch verstärkt, denn Managementzentren sind auf eine gut ausgebaute Infrastruktur angewiesen, die nicht allein von der elektronischen Vernetzung abhängig ist. Multinationale Konzerne betreiben eigene, nicht allgemein zugängliche elektronische Netze, mit denen sie vor allem zwischen den einzelnen Global Cities ohne Zeitverlust Informationen austauschen oder finanzielle Transaktionen tätigen, wodurch sie Macht konzentrieren.
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