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Windows Live® Suchergebnisse KarlspreisEnzyklopädieartikel
Karlspreis, seit 1950 jährlich von der Stadt Aachen verliehene internationale Auszeichnung für besondere Verdienste um die abendländische und insbesondere die europäische Einigung. Der Preis ist eine Reminiszenz an Kaiser Karl den Großen, der Aachen zum Zentrum seiner Herrschaft hatte ausbauen lassen und der als der Begründer des christlich-abendländischen Europas gilt und als solcher entscheidend auf die Entwicklung Europas gewirkt hat. Der Preis wird traditionell alljährlich zu Christi Himmelfahrt im Krönungssaal des Aachener Rathauses überreicht. Die Auswahl des jeweiligen Preisträgers obliegt dem Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises e.V., einem unabhängigem Gremium, in dem neben dem Oberbürgermeister und den Vertretern der Rathausfraktionen (seit 1974) der Aachener Dompropst als Hüter der Grabeskirche Karls des Großen, der Rektor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule sowie acht auf Lebenszeit gewählte Bürger der Stadt vertreten sind. Der Preis ist mit 5 000 Euro dotiert und besteht aus einer Urkunde und einer Medaille, die das älteste erhaltene Stadtsiegel Aachens mit dem thronendem Kaiser Karl und eine Widmung zieren. Die von dem Aachener Kaufmann Dr. Kurt Pfeiffer initiierte Auszeichnung sollte ursprünglich „auf das ungelöste Problem der europäischen Einigung immer wieder mahnend hinweisen” und „Wege zur praktischen Lösung dieser drängenden Frage” aufzeigen (Proklamation von 1949). Preisträger waren u. a. Alcide de Gasperi, Konrad Adenauer, Sir Winston Churchill, Robert Schuman, König Juan Carlos I. von Spanien, das Volk von Luxemburg, Henry A. Kissinger, François Mitterrand und Helmut Kohl, Václav Havel, Felipe González, Gro Harlem Brundtland, Königin Beatrix der Niederlande und Roman Herzog. 2002 wurde erstmals nicht eine Person oder Organisation mit dem Karlspreis ausgezeichnet, sondern eine Sache: Ausgezeichnet wurde der Euro für seinen „epochemachenden Beitrag” zum Zusammenwachsen der europäischen Völkerfamilie. Für 2004 wurde erstmals – neben dem regulären Preisträger Patrick Cox – auch ein außerordentlicher Preisträger benannt, und zwar Papst Johannes Paul II.
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