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Windows Live® Suchergebnisse NaturlyrikEnzyklopädieartikel
Naturlyrik, zusammenfassende Bezeichnung für Lyrik, die vorwiegend Bereiche der Natur thematisiert und auf einem Naturerlebnis gründet. Die Ursprünge der Naturlyrik reichen in die Antike zurück. In Mittelalter und Barock fanden vielfach theologische Elemente Eingang. Ein prominentes Beispiel dieser Zeit ist die Anthologie Carmina Burana. Die Naturlyrik des 18. und 19. Jahrhunderts ist u. a. geprägt von Rationalismus, Mystik, Mythologie und religiöser Naturbegeisterung, Letzteres vor allem in der Romantik. Mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Ewald von Kleist und Salomon Gessner (Idyllen, 1756) setzte eine Periode idyllisch-bukolischer Naturlyrik ein. Auch Johann Wolfgang von Goethe schuf herausragende Naturlyrik. Weitere Naturlyriker dieser Zeit waren Percy Bysshe Shelley, Philip Morin Freneau und John Clare. Im 20. Jahrhundert bildete die Naturlyrik eine Gegenströmung zur Großstadtdichtung, die infolge von Urbanisierung und Industrialisierung entstand. Oskar Loerkes stark rhythmisches, metaphernreiches Werk beeinflusste die Entwicklung der Naturlyrik seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entscheidend und wirkte besonders nachhaltig auf Dichter wie Günter Eich, Karl Krolow und Elisabeth Langgässer. Als ein zentraler Vertreter der Naturlyrik in der deutschen Nachkriegsliteratur gilt Heinz Piontek. Ein weiterer bedeutender Vertreter war Peter Huchel.
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