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Albert Gleizes

Enzyklopädieartikel

Albert Gleizes (1881-1953), französischer Maler, führender Vertreter des Kubismus.

Gleizes wurde am 8. Dezember 1881 in Paris geboren. Nach einer zeichnerischen Ausbildung in der Stoffdesignfirma seines Vaters stellte er bereits mit 20 Jahren impressionistisch empfundene Bilder in der Société Nationale des Beaux-Arts in Paris aus. Daraufhin wandte er sich sozialen Themen zu. Mit Freunden gründete er die Abbaye de Créteil bei Paris, eine sozialutopische Gemeinschaft von Künstlern und Schriftstellern, die eine neue moderne Kunst schaffen wollten. Wegen finanzieller Schwierigkeiten wurde das Projekt nach zwei Jahren aufgegeben.

1909 sah Gleizes das Porträt Pierre-Jean Jouve von Henri Le Fauconnier, das ihm den Anstoß gab, sich dem Kubismus zuzuwenden. Bereits ein Jahr später gehörte er mit seinen Freunden Jean Metzinger und Robert Delaunay zum Kern der Kubisten, die im Salon d’Automne ausstellten. Gemeinsam mit Metzinger verfasste er 1912 das Buch Du Cubisme, eine der ersten und grundlegenden Abhandlungen dieser Kunstbewegung.

Nach einjähriger Teilnahme am 1. Weltkrieg unternahm Gleizes ausgedehnte Reisen u. a. nach New York, Barcelona und auf die Bermuda-Inseln. 1927 gründete er eine weitere Künstler- und Handwerksgemeinschaft in Sablons, die viele junge Künstler anzog. Von 1949 bis 1950 schuf er eine Suite von 57 Radierungen zu Blaise Pascals Pensées. Zu seinen wichtigen Werken gehören Die Getreidedrescher (1912, Salomon R. Guggenheim Museum, New York), Frau mit Tieren (1914, Guggenheim Collection, Venedig), Florent Schmitt (1915, Centre Pompidou, Paris) und das Fresko Abendmahl in der Kirche Les Fontaines in Chantilly (1952). Gleizes starb am 24. Juni 1953 in Avignon.

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