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Kriegsfilm

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Francis Ford Coppola: Apocalypse Now (1979)Francis Ford Coppola: Apocalypse Now (1979)

Kriegsfilm, Filmgenre, das sich mit kriegerischen Auseinandersetzungen befasst.

Die Anzahl der Filme, in denen Krieg eine Rolle spielt, ist sehr groß. Verwendet man den Begriff, um damit die Darstellung aller gewalttätigen Auseinandersetzungen der Geschichte zu bezeichnen, verwischen sich die Grenzen zu anderen Genres: Die Indianerkriege oder der Amerikanische Bürgerkrieg sind Bestandteil des Western; die Auseinandersetzungen zwischen spanischen Galeonen und englischen Kaperkapitänen wurden in einer Spielart des Abenteuerfilms dargestellt. Viele Filme, die historische Schlachten von der Antike bis ins 19. Jahrhundert zum Gegenstand haben, oder der Samurai- und der so genannte „Sandalenfilm” können dem Historienfilm zugerechnet werden. Militärische Auseinandersetzungen sind auch Gegenstand von Melodramen, Komödien, Actionfilmen, Fantasyfilmen und Sciencefictionfilmen.

Im engeren Sinne ist das Genre auf die Darstellung kriegerischer Konfrontationen des 20. Jahrhunderts beschränkt. Dabei kristallisieren sich Topoi wie die Ausbildung von Rekruten oder die Laufbahn berühmter Militärs und Themenbereiche wie der Partisanenkrieg, die Resistance oder die Entscheidungsschlacht heraus. Häufig wird aber auch nur die Belastung gezeigt, unter der die Zivilbevölkerung leidet. Die meisten Kriegsfilme, die während eines Krieges gedreht wurden, dienten propagandistischen Zwecken und bedienen sich klassischer Schwarzweißmalerei; Pathos und Heroentum finden sich dagegen auch in Nachkriegsproduktionen. Zum Genre gehört auch der so genannte Antikriegsfilm, der entmythologisiert, sich um Psychologisierung bemüht und – entweder möglichst realistisch oder überhöht – die Unmenschlichkeit des Krieges zeigt.

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