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Santorin

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Schiffe kreuzen auf dem Ägäischen MeerSchiffe kreuzen auf dem Ägäischen Meer

Santorin (griechisch Thíra), Insel vulkanischen Ursprungs, gehört zu den Kykladen und damit zu Griechenland.

In der Antike wurde die Insel Thera genannt, danach in Anspielung auf die heilige Irene Santorin. Zur halbmondförmigen Hauptinsel gehören zwei weitere schwarze Vulkaninseln, die Kammenes genannt werden. Die rund 100 Quadratkilometer große Insel wurde mehrfach mit dem Atlantis-Mythos in Verbindung gebracht. Um 1625 v. Chr. wurde sie durch einen gewaltigen Vulkanausbruch verwüstet, auf den heute der Vulkankrater sowie große Mengen an Bimssteintuff und erstarrter Lava hinweisen. Bis zu dieser Katastrophe hat auf der Insel eine alte, der minoischen Kultur zuzurechnende Gesellschaft existiert, die von Einwanderern aus dem phönizischen Raum begründet wurde. Bei archäologischen Arbeiten nahe Akrotiri im Süden der Insel wurden mehrstöckige Häuser, Werkstätten, Straßen und Plätze, Fresken und Haushaltsgeräte aus der Zeit vor dem Vulkanausbruch entdeckt. Die Funde lassen auf eine hoch entwickelte Stadtkultur schließen, die ein ähnliches Schicksal wie Pompeji erlitt. Santorin wurde später wieder besiedelt; im 7. Jahrhundert v. Chr. sollen Kolonisten aus Santorin die Stadt Kyrene in Nordafrika gegründet haben. Die Insel wurde u. a. von den Römern und Byzantinern beherrscht; architektonische Relikte aus dieser Zeit gehören zu den Sehenswürdigkeiten. Heute leben rund 8 000 Einwohner auf Santorin. Der Tourismus spielt in wirtschaftlicher Hinsicht eine große Rolle. Hauptort ist Fira (auch Thíra oder Phira), das vom Hafen aus über eine berühmte Treppe zu erreichen ist. Hier finden sich viele malerische, weiß getünchte Häuser sowie ein Museum, das Vasen aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. enthält.

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