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    Friedrich Spee von Langenfeld. Ölbild von Martin Mendgen (1893-1970) aus dem Jahre 1938, Stadtbibliothek Trier (Leihgabe des Städt. Museums Trier)

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Friedrich Spee

Enzyklopädieartikel

Friedrich Spee, eigentlich Friedrich Spee von Langenfeld, (1591-1635), Jesuit und Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem als Lyriker sowie als Kritiker der Hexenprozesse

Spee wurde am 15. Februar 1591 in Kaiserswerth geboren, trat später in den Jesuitenorden ein und war als Lehrer bzw. Universitätsprofessor tätig. Berühmt wurde er durch sein 1631 anonym veröffentlichtes Buch Cautio Criminalis, das sich gegen die damals übliche Vorgehensweise bei Hexenprozessen, insbesondere die Anwendung der Folter, wandte. Obwohl Spee selbst an die Existenz von Hexen glaubte, war er einer der ersten, der sich öffentlich gegen diese Praktiken aussprach und damit der Aufklärung den Weg ebnete. Sein Engagement stieß zunächst auf Unverständnis und Widerstand – u. a. wurde seine Entlassung aus dem Jesuitenorden erwogen, er selbst nach Trier strafversetzt. Dennoch trug sein Buch maßgeblich dazu bei, dass die Hexenprozesse nach und nach kritischer betrachtet und schließlich verboten wurden.

Spee starb am 7. August 1635 in Trier. 1649 kam posthum unter dem Titel Trutz Nachtigal eine Sammlung religiöser Gedichte heraus, die auf die deutsche Romantik wirkte. Spee sprach sich hier u. a. für Deutsch als Literatursprache aus. Ebenfalls 1649 wurde sein Güldenes Tugend-Buch veröffentlicht; hier ging es vornehmlich um die Vermittlung von Glaubensinhalten, die um die zentralen christlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung kreisten. Hierbei bediente sich Spee auch fiktiver Dialoge zwischen Gott und Mensch.

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