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    14. Jahrhundert ... Epochen 14. Jahrhundert. 1338 wird mit dem Bau des Langhauses der Oberen Pfarre begonnen, die ein Gegengewicht zur „Unteren Pfarre“ (St.

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Millennium: 14. Jahrhundert

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3.4

Java

Im 14. Jahrhundert erreichte das Reich von Majapahit vorübergehend eine Blütezeit, die zu einem Großteil dem aktiven und energischen Auftreten von Gajah Mada, der 1331 Reichsführer wurde und in dieser Funktion eine aktive Eroberungspolitik betrieb, zu verdanken war. Zu diesem Zweck schaltete er zunächst eine Reihe politischer Gegner am Hof aus. Gajah Mada erhielt große Handlungsfreiheit, da die Frau, die nach dem gewaltsamen Tod Jayanagaras als Regentin auftrat, nicht in der Lage war, die Herrschaft energisch auszuüben. Im Osten wurde Bali erobert, und man kämpfte erfolgreich gegen den König von Sunda. Im Westen verfiel das Reich Sumatras immer mehr. Um die Jahrhundertwende zogen die Javaner von dort weg, und aus dem einst so ruhmreichen Srivijaya wurde ein Seeräubernest. Auch in Singapur waren die Javaner präsent. Weiter nördlich nahm ihr Einfluss in diesem Jahrhundert jedoch ab. In den Außenbezirken wurden die Einnahmen für die Instandhaltung des Hofes von buddhistischen und shivaitischen Geistlichen eingetrieben, erstens, weil es ihnen verboten war, Handel zu treiben – dann nämlich wären sie mit weltlichen Makeln behaftet gewesen –, und zweitens, weil sie der Regierung einen übernatürlicheren Charakter gaben. Auf Java selbst trieben Beamte die Steuern ein. Sie waren auch für die Rechtsprechung zuständig und sorgten für die Verbesserung der Kommunikationsmittel. Bei der Verteilung von Ämtern spielte Nepotismus eine bedeutende Rolle. Das wirtschaftliche Wachstum fand in der Kultur seinen Niederschlag. Über ganz Java waren Tempel verteilt, und auch ein reiches literarisches Leben zeugte von kultureller Blüte. Lyrisch beschrieb der Hofdichter Prapanca die Züge König Hayam Wuruks und das alltägliche Leben in Majapahit. Der Tod des Königs 1389 bewirkte jedoch eine Wende. Die Vasallen hatten sich lange Zeit der Regierung des Königs gefügt, aber die Unsicherheit über die Nachfolge und die Schwierigkeiten in der königlichen Familie gaben ihnen jetzt Gelegenheit, das Vasallenverhältnis zu beenden. Für das Reich von Majapahit bedeutete das daraus resultierende Chaos schließlich das Ende.

4

Amerika

Auf dem südamerikanischen Kontinent wurde die Stadt Cuzco, der Nabel der Welt, in diesem Jahrhundert von den Inka ausgebaut. Durch ihre Lage in den Anden in 3 400 Metern Höhe, in einem Tal zwischen noch höheren Bergen, waren die räumlichen Ausdehnungsmöglichkeiten der Stadt begrenzt. Ihr Ansehen auf politischem, militärischem und religiösem Gebiet wurde jedoch nach und nach so groß, dass sie alle umliegenden Ansiedlungen überflügelte.

An zentraler Stelle innerhalb der Stadt lag Corincancha, „das goldene Haus”, der Sonnentempel. Vom Zentrum aus verliefen die Hauptwege in vier Richtungen. Diese Wege bestimmten die Regionen, in die die Inka ihr Reich, das sie Tahuantinsuyu, „die Einheit der vier Teile”, nannten, aufteilten, und die Richtungen ihrer Expansion: Norden (Chinchasuyu), Osten (Antisuyu), Süden (Collasuyu) und Westen (Cuntisuyu). Die Figur des Viracocha Inca trat in den Vordergrund, benannt nach dem Gott, der ihm im Traum erschienen war und ihm befohlen hatte, sein Volk zu retten, als die aufständischen Chancha-Indianer schon in Richtung der ungeschützten Stadt Cuzco unterwegs waren, in die der Kaiser geflohen war. Alle Krieger schlossen sich dem jungen Inka an. Man sagte, sogar Steine hätten sich in Inka-Krieger verwandelt. Die Chanchas wurden besiegt, und Viracocha übernahm die Kaiserschaft. Die Blütezeit des Inka-Reiches begann.

Die Chichimeken, die Mexiko einnahmen, beherrschten unabhängige und oft sehr alte Städte. Nach dem Tod ihres Königs Xolótl im Jahr 1304 verschob sich die Macht von der Stadt Tanayuca nach Atzapotzalco. Als der tyrannische Tezozómoc 1363 die Führung übernahm, wurde Atzapotzalco zur mächtigsten Stadt im Tal von Mexiko. Die Azteken, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts den Hügel Chapultepec besetzt hielten, wurden 1319 von den Städten gemeinsam vertrieben. Ihre grausamen Lebensgewohnheiten gefielen den umwohnenden Indianern nicht, und sie beschlossen, kurzen Prozess zu machen, indem sie u. a. das Oberhaupt der Azteken und dessen Tochter zu Totenopfern machten.

Jene Azteken, die die brutale Aktion überlebt hatten, indem sie sich rechtzeitig versteckt hatten, waren nun Untertanen von Coxcox (Fasan), dem Herrscher von Culhuacan. Dieser gab ihnen ein schlechtes Stück Land voll Klapperschlangen. Für Azteken schienen Klapperschlangen jedoch hervorragende Nahrung zu sein, und, beeindruckt von der Ausdauer und der Anpassungsfähigkeit dieses Volkes, forderte Coxcox sie auf, an seinem persönlichen Krieg gegen die Stadt Xochimilco teilzunehmen. Als Gegenleistung bot er ihnen besseres Land und die Freiheit. Die Azteken nahmen das Angebot an und boten dem entsetzten Coxcox schon bald 8 000 Ohren besiegter Xochimilcas als Beweis ihres guten Verhaltens. Gleichzeitig baten sie ihn um seine Tochter, die sie zur Aztekenkönigin machen und als Göttin verehren wollten. Der König war einverstanden. Anschließend gaben die Azteken ihm zu Ehren ein Bankett. Hier tauchte ein Tänzer auf, bekleidet mit der Haut der Prinzessin.

Erneut rief Coxcox eine Armee zusammen, diesmal jedoch ohne Azteken, die er besiegte und in ein Gebiet mit Seen und Morast vertrieb, wo es kein Leben zu geben schien. Für die Azteken aber sehr wohl: Es gab Wasserwild im Überfluss, niemand belästigte sie. 1345 besetzten sie eine kleine Insel und begannen, den See auszubaggern, um mehr Boden zu haben. Mit ebenso viel Erfindergeist wie Anstrengung legten sie den Grundstein für die Stadt Tenochtitlán, die im Wasser lag, deren Ausfallstraßen leicht zu verteidigen waren und die lediglich in der Trinkwasserversorgung von Chapultepec abhängig war. Sofort wurde mit dem Bau von Aquädukten begonnen. Diese Azteken, die ursprünglich aus Aztlán, unfruchtbarem Gebiet mit Brackwasser, stammten, wurden auch Mexica genannt. 1375 wurde der junge Acamapichtli erster Aztekenkönig.

Copyright: Winkler Prins/Elsevier.

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