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Segesta

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Tempel nahe SegestaTempel nahe Segesta

Segesta, (griechisch Egesta), antike Stadt im Nordwesten Siziliens, westlich des heutigen Palermo, die von den Elymern gegründet wurde, einem vorgriechischen Volk, das sich später allmählich mit den griechischen Kolonisten vermischte. Der Mythos führt die Stadtgründung auf trojanische Flüchtlinge im Gefolge des Aeneas zurück. Im 5. Jahrhundert v. Chr. stand Segesta im dauernden Konflikt mit den griechischen Städten Siziliens, besonders mit ihrer Nachbarstadt Selinunt. Der in diesem Zusammenhang ergehende Hilferuf an die Athener war einer der vorgeschobenen Gründe für deren erfolglose Sizilienexpedition, bei der sie 415 v. Chr. das auf der Seite Selinunts stehende Syrakus belagerten. Mit Hilfe der Karthager zerstörte Segesta im Jahr 409 v. Chr. Selinunt und geriet besonders im 4. Jahrhundert v. Chr. in starke Abhängigkeit von Karthago. Trotz eines Bündnisses mit Agathokles, dem Tyrannen von Syrakus, nahm dieser Segesta 307 v. Chr. ein, das jedoch ein Jahr später wieder unter punische Oberhoheit gelangte. Im 1. Punischen Krieg (264-241 v. Chr.) schlug sich die Stadt auf die Seite der Römer und blieb von da an unter deren Einfluss.

Zu den erhaltenen Sehenswürdigkeiten aus der Antike gehören ein hellenistisches Theater aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., das aus dem Felsen gehauen wurde, und ein unvollendeter Tempel aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. auf einem Höhenrücken im Westen der Stadt, der zu den besterhaltenen dorischen Tempelbauten auf Sizilien zählt.

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