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Windows Live® Suchergebnisse Giambattista VicoEnzyklopädieartikel
Giambattista Vico (1668-1744), italienischer Philosoph. Giovanni Battista (Giambattista) Vico wurde am 23. Juni 1668 als Sohn eines Buchhändlers in Neapel geboren. Er studierte Jura an der Universität seiner Heimatstadt und war dann von 1699 bis 1741 Professor für Rhetorik in Neapel. 1735 wurde er von Karl IV. (dem späteren Karl III. von Spanien) zum Hofhistoriographen ernannt. Vicos berühmteste Schrift sind die Principi di scienza nuova d’intorno alla comune natura delle nazioni (1725, Grundzüge einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker), die auch unter dem Kurztitel Scienza nuova bekannt sind. In diesem Werk entwickelte Vico eine zyklische Geschichtstheorie, der zufolge sich die menschlichen Gesellschaften in verschiedenen Stufen von der Barbarei zur Zivilisation fortentwickeln und dann in die Barbarei zurückfallen. Im ersten Zeitalter, dem Zeitalter der Götter, entstehen die Religion, die Familie und andere grundlegende Institutionen. Im Zeitalter der Heroen, das hierauf folgt, werden die gewöhnlichen Menschen von der herrschenden adligen Kaste unterworfen. In der letzten Phase, dem Zeitalter des Menschen, lehnt sich das Volk auf und kämpft für Gleichheit. Sie können sie auch erringen, aber die Gesellschaft beginnt in diesem Moment bereits, sich aufzulösen. Vico ist für alle späteren Gesellschaftstheoretiker von großem Einfluss gewesen, wie z. B. für Montesquieu, Auguste Comte und Karl Marx. Vico starb am 23. Januar 1744 in Neapel.
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