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  • Gelasius I. – Wikipedia

    Gelasius I. war Bischof von Rom und damit nach katholischer Tradition Papst von etwa 492 bis ungefähr 496. Vermutet wird eine Dauer des Pontifikats vom 1.

  • Gelasius I. - Ökumenisches Heiligenlexikon

    Buchmalerei aus dem Sakramentar von Karl dem Kahlen: Gelasius I. (links) mit Kaiser Karl dem Großen (Mitte) und Papst Gregor dem Großen, um 870, in der Bibliothèque Nationale de ...

  • Gelasius Hieber – Wikipedia

    Gelasius Hieber (* 1671 in Dinkelsbühl; † 1731) war ein Augustiner-Eremit und wurde als der beste Kanzelredner Bayerns bezeichnet. Von 1706 bis 1724 predigte er regelmäßig in ...

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Gelasius I., heiliger

Enzyklopädieartikel

Gelasius I., heiliger (gestorben 496), Papst (492-496), der die Rangordnung zwischen weltlicher und geistlicher Gewalt klärte.

Der in Rom geborene, hochgebildete Afrikaner war unter seinen Vorgängern, Simplicius und Felix III., als schriftführender Archidiakon maßgeblich an deren Politik im Akakianischen Schisma, der ersten großen Spaltung zwischen West- und Ostkirche, und dem Festhalten an den Beschlüssen des Konzils von Chalkedon (451) im Hinblick auf die Christologie beteiligt. Als Papst seit dem 1. März 492 verteidigte Gelasius mit ungewohnter Klarheit und Schärfe den römischen Primat in der Kirche, und er formulierte in einem Brief an Kaiser Anastasios I. die Zweigewaltenlehre. Nach dieser hat Gott sowohl das Königtum als auch das Priestertum unabhängig voneinander und gleichberechtigt eingerichtet, dabei jedoch die weltliche Gewalt im Hinblick auf die Verantwortung gegenüber Gott der geistlichen unterstellt, denn das Oberhaupt der Kirche muss am Jüngsten Tage für alle Christen Rechenschaft vor Gott ablegen. Diese Lehre wurde in Form der Zwei-Schwerter-Theorie im Mittelalter zur Klärung des Verhältnisses zwischen Papst und Kaiser herangezogen. Rückhalt für seine rigorose Politik fand er im arianischen Ostgotenkönig Theoderich, zu dem Gelasius sehr intensive Beziehungen unterhielt. Gelasius verfasste neben zahlreichen Briefen und Dekretalen einen theologischen Traktat gegen den Pelagianismus, einen gegen heidnische Feste (Lupercalia) und vier gegen den Monophysitismus. Er starb am 19. September 496 in Rom, sein Festtag ist der 21. November.

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