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Island

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Island (Flagge und Hymne)Island (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
2.3

Flora und Fauna

In prähistorischer Zeit war die Insel weitgehend bewaldet. Durch Einflüsse des Menschen ist Island heute nahezu waldlos, die noch verbliebenen kleinen Waldbestände bestehen aus Birken und Weiden und erstrecken sich überwiegend in den tiefer gelegenen Regionen. Unbewaldete Tieflandregionen werden häufig von Niedermoorwiesen eingenommen. Die Baumgrenze liegt bei etwa 300 Metern. Selbst nach den in den sechziger Jahren angelaufenen Programmen zur Wiederaufforstung sind weniger als 2 Prozent der Insel bewaldet. Insgesamt ist nur etwa ein Viertel des Landes von Vegetation bedeckt. Die Flora Islands mit ihren 450 Gefäßpflanzenarten hat nordeuropäischen Charakter, aufgrund der niedrigen Temperaturen ist die Vegetationsperiode sehr kurz. Das Gebiet bietet nur Lebensraum für Pflanzen, die an die kalten Bedingungen angepasst sind. An der Südküste wachsen Gräser und Heidekraut, die von Schafen und anderen Haustieren abgeweidet werden. Im Landesinneren gedeihen Zwergstrauchheiden sowie Moos- und Flechtentundra.

Eine für die Tierwelt charakteristische Art ist der Eisfuchs, das einzige, ursprünglich auf der Insel lebende Säugetier. Eingeführt wurden Rentiere, Nagetiere (Waldmaus, Hausmaus und Wanderratte) und der nordamerikanische Mink (ein naher Verwandter des Nerzes), der sich auf Island stark vermehrt hat. An den Küsten leben Seehunde, Kegelrobben und Klappmützen, die letztere Robbenart hat nördlich von Island wichtige Fortpflanzungsgebiete; in den Gewässern um Island leben Wale. Das Islandpony wird auf der gesamten Insel gezüchtet. Etwa 100 Vogelarten sind hier heimisch, dazu gehören das Alpenschneehuhn und viele Wasservögel wie Papageitaucher, Tordalken, Trottellummen, Odinshühnchen und Eissturmvögel. Am Mývatn-See im Norden Islands gibt es arten- und individuenreiche Entenvorkommen. Auf Island leben weder Reptilien noch Amphibien. Zu den Fischarten der Küstengewässer zählen Kabeljau, Schellfisch, Heilbutt und Hering. Islands Binnengewässer sind Lebensraum für Lachse und Forellen.

3

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 304 000 (2008). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 3 Einwohnern je Quadratkilometer. Island ist das am dünnsten besiedelte Land Europas. Der Großteil der isländischen Bevölkerung lebt an der Küste, der überwiegende Teil davon im Südwesten im Großraum Reykjavík. Die Bewohner Islands sind fast ausschließlich Nachkommen normannischer und keltischer Einwanderer. In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts setzte eine große Landflucht ein. Etwa 93 Prozent der Isländer leben heute in Städten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der Anteil der Stadtbevölkerung noch bei 20 Prozent. Die Siedlungsgrenze liegt bei etwa 200 Metern über dem Meeresspiegel.

Die isländische Bevölkerung hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Diese liegt für Männer bei 78,4 Jahren und für Frauen bei 82,8 Jahren (2008). Der Anteil an Bürgern unter 15 Jahren ist mit etwa 25 Prozent im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sehr hoch.

3.1

Wichtige Städte

Die isländische Hauptstadt Reykjavík hat etwa 113 000 Einwohner. Die Stadt ist der wichtigste Hafen und Handelsplatz sowie industrieller und kultureller Mittelpunkt der Insel. Neben Reykjavík sind Akureyri an der Nordküste (16 300 Einwohner, ein Fischerei- und Industriezentrum), Kópavogur nahe Reykjavík (25 800), Hafnarfjördhur (22 000) und Keflavík (7 600) wichtige Städte. Auf der kleinen Insel Heimaey vor der Südküste Islands liegt Vestmannaeyjar (4 600 Einwohner). Im südlichen Tiefland befindet sich Selfoss (4 300), ein wichtiges Dienstleistungszentrum der umliegenden Agrarregion und gleichzeitig die größte Gemeinde im Landesinneren von Island.

3.2

Sprache und Religion

Die Amtssprache ist Isländisch, das zum nördlichen Zweig der germanischen Sprachen gehört. Das Isländische ist näher mit dem Altnordisch der ursprünglichen Wikingersiedler als mit den anderen skandinavischen Sprachen verwandt. Die meisten Isländer sprechen außerdem mindestens eine Fremdsprache. Staatskirche Islands ist die evangelisch-lutherische Isländische Nationalkirche, der etwa 93 Prozent der Bevölkerung angehören. Lutheranische Freikirchen, andere protestantische Gemeinschaften sowie Katholiken bilden kleinere Minderheiten.

Gesetzliche Feiertage sind Neujahr (1. Januar), Ostern (Donnerstag bis Montag), der Erste Sommertag (meist der dritte Donnerstag im April), Tag der Arbeit (1. Mai), Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag und Pfingstmontag, Nationalfeiertag (17. Juni), Händlerfeiertag (erster Montag im August) und Weihnachten (24.-26. Dezember).

3.3

Soziales

Island verfügt über ein umfassendes Sozialversicherungs- und Gesundheitssystem, das hauptsächlich vom Staat finanziert wird und die gesamte Bevölkerung versorgt. Über 40 Prozent der Ausgaben der Zentralregierung werden für das Gesundheitssystem ausgegeben. Die staatlichen medizinischen Einrichtungen können von der Bevölkerung kostenlos in Anspruch genommen werden. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,1 Prozent (2004). Island hat eine der niedrigsten Kindersterblichkeitsraten der Welt, sie beträgt 3 Sterbefälle pro Tausend Lebendgeburten (2008). Ein Arzt betreut im Durchschnitt 265 Einwohner.

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